weisegedanken
A

Angelus Silesius

1624–1677
Gemeinfrei
Zitate & Gedichte
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Ein wesentlicher Mensch ist wie die Ewigkeit, Die unverändert bleibt von aller Äußerheit.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Du selber machst die Zeit, das Uhrwerk sind die Sinnen; Hemmst du die Unruh nur, so ist die Zeit von hinnen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Ich selbst muß Sonne sein, ich muß mit meinen Strahlen Das farbenlose Meer der ganzen Gottheit malen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Zwei Augen hat die Seel: eins schauet in die Zeit, Das andre richtet sich hin in die Ewigkeit.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Die Seel, ein ewger Geist, ist über alle Zeit, Sie lebt auch in der Welt schon in der Ewigkeit.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Die Liebe, wenn sie neu, braust wie ein junger Wein; Je mehr sie alt und klar, je stiller wird sie sein.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Mensch, was du liebst, in das wirst du verwandelt werden. Gott wirst du, liebst du Gott, und Erde, liebst du Erden.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.

Silesius, Heilige Seelenlust oder geistliche Hirtenlieder (erschienen zuerst unter dem Titel »Geistreiche Trost- und Sinnsprüche«), 1657. Drittes Buch, 107. Sie ergibt sich der ewigen Liebe0
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Daß dir im Sonnesehn vergehet das Gesicht, Sind deine Augen schuld und nicht das große Licht.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Das Licht der Herrlichkeit scheint mitten in der Nacht. Wer kann es sehn? Ein Herz, das Augen hat und wacht.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750
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Mensch, deine Seligkeit kannst du dir selber nehmen, So du dich nur dazu willst schicken und bequemen.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 16750