Auch denen, die uns lieben und verehren, wird nicht eher in unserer Nähe wohl, als bis sie entdeckt haben, wo wir sterblich sind.
Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 19270 „Ja, ich hatte fast vergessen, daß es die erste Freundespflicht ist – dem Freund seine Illusionen zu lassen.
Schnitzler, Anatol (Einakter-Zyklus), entstanden 1888-91, vollständiger Erstdruck 1893, Uraufführung (ohne »Denksteine« und »Agonie«) am 3. Dezember 1910. Die Frage an das Schicksal. Max0 „Seine Feinde muß man nehmen, wie und wo man sie findet; meine Freunde kann ich mir aussuchen – glücklicherweise –
Schnitzler, Professor Bernhardi. Komödie in fünf Akten, uraufgeführt 1912. 4. Akt, Bernhardi0 „Sehnsucht macht die Dinge und die Menschen unwirklich. Darum ist alles Erreichte so anders als das Ersehnte. Nicht schlechter oder besser, aber anders. Aber a …
Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 19670 „Die Sehnsucht ist es, die unsere Seele nährt und nicht die Erfüllung; und der Sinn unseres Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trüger …
Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 19270 „Die schlimmste Art ein Glück zu versäumen ist, es nicht zu glauben, da man es erlebt.
Schnitzler, Der junge Medardus. Dramatische Historie in einem Vorspiel und fünf Aufzügen, uraufgeführt 19100 „Alles, was Leben und Bewegung ist, was die Seele durcheinanderrüttelt, ist ein bisschen Glück.
Schnitzler, Das Märchen. Schauspiel in drei Aufzügen, uraufgeführt 1893, Erstdruck 1894 (3. Fassung 1902)0 „Die Erinnerung, sagt Jean Paul, ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können. Manchmal mag das zutreffen. Öfter aber ist die Erinnerun …
Schnitzler, Aphorismen und Betrachtungen, 19670 „So bekannt es ist, daß die Erinnerung unsere vergangenen Eindrücke in unzähligen Fällen bis zur Unkenntlichkeit zu fälschen pflegt; man beachtet sehr wenig, d …
Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 19270 „Erinnerungsfälschung, das ist die ohnmächtige Rache, die unser Gedächtnis an der Unwiderruflichkeit allen Geschehens nimmt.
Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 19270