weisegedanken
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Emanuel Wertheimer

1846–1916
Gemeinfrei
Zitate & Gedichte
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Die Natur schenkt nichts, sie leiht bloß und hätte nur säumige Schuldner, wäre sie keine so unerbittliche Mahnerin.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Man tadelt die Schöpfung – mit Recht: für unsre Begriffe ist sie zu unendlich, für unsre Wünsche zu begrenzt.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Die Natur versteht meisterhaft aufzubauen, aber stümperhaft niederzureißen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Die Natur übte sich erst an den Blumen, ehe sie die Frauen schuf.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Wenn es zu hell wird, kommt immer ein Genie ohne Herz: es hat Strahlen, die finster machen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Mit seinen erfüllten Hoffnungen könnte man so leicht für sich ein Paradies, und für seine Mitmenschen eine Hölle bauen.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Lachen lernt man nicht, lachen verlernt man nur.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)0
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Man erfindet, man kauft, man erbettelt, ja man stiehlt Hoffnungen – nur um Hoffnungen zu haben.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Seiner Dankbarkeit rühmt man sich gewöhnlich wie einer erteilten Wohltat.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Wie glücklich fühltest du dich, wüsstest du, wie vielen Gefahren du heute entronnen!

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Die Menschen haben auch Augenblicke, wo sie dankbar, anhänglich, ja aufopferungsfähig sind: wenn sie Gefälligkeiten fordern.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 18960
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Es dauert lange, ehe man zwanzig Jahre alt wird – sechzig ist man im Handumdrehen.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)0