Die Freunde bitte fein, zu sehr nicht dich zu ehren! Sonst werden Feinde dir dafür den Krieg erklären.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Der Mann ist töricht, Der die Menge der Freunde zählt. Ein Bündel Röhricht Hilft dir nicht, wo ein Stab dir fehlt.
Rückert, Gedichte. Erbauliches und Beschauliches aus dem Morgenlande, 2 Bde., 1836-39. Vierzeilen0 „Wenn Freund zu Freunde kommt, stirbt des Verleumders Macht.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Ein leicht erwärmter Freund wird leicht erkältet sein.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Wer nicht sein eigner Freund, dein Freund kann der nicht sein; Auch der nicht, wer nur ist sein eigner Freund allein.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Die Sonne sprach: O Mond, ich wende Der lieben Erde nun mich ab, Und lasse dich zurück; o spende Ihr alles das, was ich nicht gab. Ich gab ihr die Erregung De …
„Vergaßen unterwegs, vonwannen sie entsprangen. Und hätten sie es nicht vergessen, wären sie Zur Sonne heimgekehrt, gelangt zur Erde nie. Zur Welt gelangten si …
„Du bist die Ruh, Der Friede mild, Die Sehnsucht du, Und was sie stillt. Ich weihe dir Voll Lust und Schmerz Zur Wohnung hier Mein Aug' und Herz. Kehr' ein bei …
„Will ich dich lieben denn soviel ich kann. Zu hassen dich hatt' ich mir vorgeschrieben, Mit Hasse sah das Herz die Vorschrift an. Dich zu vergessen hatt' ich …
„Wie wenn die Sonne triumphierend sich Hebt über Sterne, die am Himmel stunden, Ein Schimmer nach dem andern leis' erblich, Bis alle sind in einem Glanz geschw …
„War der knospende Rosenstrauch, Und staunend, als er früh erwacht, Stand er in voller Blütenpracht, Was tut nicht eine Frühlingsnacht An Menschenblumenknospen …
„O nehmt es mir nicht übel, Wenn über euch ich lache, Weil ich einmal muß lachen! Ich lach', um nur zu lachen, Selbst über mich nicht minder Als über euch ich …
„Sieh! keinen Tropfen Wasser schluckt das Huhn, Ohn' einen Blick zum Himmel aufzutun; Und ohne vor anbetend sich zum Staube Geneigt zu haben, pickt kein Korn d …
„Zeitungbringerin, Fliegenwedelschwingerin, Fehllose Jägerin, Treffliche Totschlägerin, Liebe Beleberin, Kleinmutes Heberin, Sorgenabwenderin, Trostredespender …
„Wo wir auch gehn, Engel umgeben uns, Wie wir uns drehn. Doch wir erkennen sie Nicht in dem Licht, Und zu benennen sie Wissen wir nicht. Selber zu blenden uns …
„Freunde Winter und Alter: Winter schröpfend, Alter erschöpfend; Winter zwackend, Alter plackend; Winter pustend, Alter hustend; Winter geht, Alter steht: Gern …
„Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen, wir stehen still und schau'n zurück. Dort sehen wir der Kindheit stilles liegen und dort der Jugend lautes Glück. N …
„Nie stille steht die Zeit, der Augenblick entschwebt, Und den du nicht benutzt, den hast du nicht gelebt.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Niemals, ob die Uhr du stellen magst zurück, Kehrt die versäumte Zeit und ein verträumtes Glück.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Wer zwingen will die Zeit, den wird sie selber zwingen; Wer sie gewähren lässt, dem wird sie Rosen bringen.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-1839. Fünfte Stufe0 „Schön ist der Tropfen Tau am Halm, und nicht zu klein Der großen Sonne selbst ein Spiegelglas zu sein.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Gleich von unbegrenztem Sehnen, Wie entfernt von träger Ruh', Müsse sich mein Leben dehnen Wie ein Strom dem Meere zu.
Rückert, Gedichte. Haus- und Jahreslieder. Aus: Wunsch0 „Gemüt ist mehr als Geist, denn das Gemüt besteht Als Wurzel, wenn der Geist wie Blütenduft vergeht.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Nur auf's Ziel zu sehn verdirbt die Lust am Reisen.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Ich sehe klar genug, was ich zu sehen brauche: Die ganze Schöpfung lebt von Gottes Lebenshauche. Wie sie den Hauch empfing, das ist von Nacht umhangen, Wir ab …
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Die Welt ist schön, die Welt ist gut, gesehn als Ganzes, Der Schöpfung Frühlingspracht, das Heer des Sternentanzes. Die Welt ist schön, ist gut, gesehn im ein …
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „O blicke, wenn den Sinn dir will die Welt verwirren, zum ew'gen Himmel auf, wo nie die Sterne irren.
Rückert, Gedichte. Aus: Angereihte Perlen0 „Verzage nicht, wenn ab die welke Hoffnung fiel; Die neue schon erhebt sich jung auf frischem Stiel.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Müde von Flug und Braus, kehr' in dich still zurück, Ruh' in dir selber aus, so fühlst du höchstes Glück.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Verzage nicht, mein Herz, das Ei kann Federn kriegen, Und aus der engen Schal' empor zum Himmel fliegen.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Lern' von der Erde, die du bauest, die Geduld: Der Pflug zerreißt ihr Herz, und sie vergilt's mit Huld.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Ein wenig länger noch Geduld und froher Mut, Und hell wird alle Trüb' und alles Übel gut.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390 „Wenn Gott du wolltest Dank für jede Lust erst sagen, Du fändest gar nicht Zeit, noch über Weh zu klagen.
Rückert, Gedichte. Wanderungen. Aus: Angereihte Perlen0 „O sei auf Gottes heller Welt kein trüber Gast! Mach Schande nicht dem milden Herrn, den du hast. Zeig' in Geberd' und Wort und Blick, daß dem du dienst, Der s …
Rückert, Gedichte. Östliche Rosen. Vierzeilen in persischer Form0 „Klage nicht, daß dir im Leben Ward vereitelt manches Hoffen. Hat, was du gefürchtet eben, Doch auch meist dich nicht betroffen.
Rückert, Gedichte. Pantheon, Erstdruck 1843. Fünftes Bruchstück. Zahme Xenien. Vierzeilen0 „Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.
Rückert, Gedichte. Die Weisheit des Brahmanen, 1836-18390