Mensch, wie wäre dir, wenn einst an einem Morgen keine Sonne aufstiege am Himmelsbogen, wenn es finster bliebe über der Erde? Wie wäre es dir ums Herz?
Gotthelf, Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837, entstanden ab 1838, Erstdruck 18520 „Was die Sonne bescheint, das wird erträglicher, milder, lieblicher, selbst der Menschen Pein.
Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/440 „Unendliches vermag die Sonne über die Erde und über die Gemüter.
„Den meisten Menschen ist an den eigenen Seelen nichts gelegen, darum auch an den Seelen der anderen nicht. Das ist ein Grundübel dieser Zeit.
Gotthelf, Uli der Knecht (Originaltitel: Wie Uli der Knecht glücklich wird. Eine Gabe für Dienstboten und Meisterleute), 18410 „Es gibt eine Tiefe im menschlichen Gemüte, die tiefer ist, als der Eimer reicht, mit dem die Philosophie ihre Weisheit schöpft.
Gotthelf, Wie Anne Bäbi Jowäger haushaltet und wie es ihm mit dem Doktern geht, 2 Bde., 1843/440 „Glücklich ist, wer vom Reisen als beste Beute den Spruch heimbringt: "Gottlob, daß ich wieder heim bin!"
„Eine rechte Mutter sein, das ist ein schwer Ding, ist wohl die höchste Aufgabe im Menschenleben.
„Welche Kraft kann einflußreicher, anspornender sein als die mütterliche Liebe – die sanfteste und zugleich unerschrockenste Kraft in der ganzen Naturordnung?
„Eine brave Mutter, die ihre Kind selber lehrt, ist immer das, was mich auf Gottes Boden das Schönste dünkt.
„Man kümmert sich manchmal darum, welche Haushälterin ein Mädchen werde, aber was es für eine Mutter werde, daran denkt man nicht, oder man meint, der Verstand …
Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 18490 „Es giebt aber auch selten schönere, herzlichere Predigten, als die, welche quellen aus treuen Mutterherzen.
Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 18490 „Wo viele Liebe sei, da sei viele Vergebung.
Gotthelf, Der Sonntag des Großvaters. Erzählung, 18520 „Ich glaube nicht, daß zwei zusammenkommen auf der Welt, die sich nicht mehr oder minder ändern müssen, wenn sie glücklich bleiben wollen.
„Ein einziger Blick, aus dem Liebe spricht, gibt der Seele Kraft und die Gewißheit, daß man nicht aus den Grenzen der Liebe gestoßen worden [ist].
Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-390 „Wo nichts Gutes ist, da lauert etwas Schlechtes. Leer ist kein Herz.
„Lachen ist ein Heilmittel, dessen stillende Kraft man nicht sattsam ermißt.
„Es liegt aber das Glück nicht in den Dingen, sondern in der Art und Weise, wie sie zu unsern Augen, zu unsern Herzen stimmen; und ein Ding ist einem viel wert …
„Man möge das bedenken, daß man andere ertragen soll, wie man selbst ertragen zu werden wünscht. Aber das ist eben der Teufel der Menschen, daß selten jemand g …
„Aus den vergangenen Zeiten soll der Mensch das Gute nehmen und damit bessern sich und seine Zeit, mit dem Schlimmen jener Zeiten soll er Frieden und Genügen b …
Gotthelf, Kurt von Koppigen. Erzählung, 1844/500 „Je größer ein Elend ist, desto dankbarer ist man für jede Hilfe, und der erste helfende Mensch, wenn er schon nicht der ersehnte ist, wird zum Engel, zum eige …
Gotthelf, Leiden und Freuden eines Schulmeisters, 1838-390 „Der liebe Gott schickt keine bösen Engel, lauter gute; denn wer ihn liebt, dem ist jeder Mensch ein guter Engel, der ihn zum Guten führt, es kommt eben nur au …
Gotthelf, Uli der Pächter (auch: Ueli der Pächter), 18490 „Betrachte man doch nicht das Verlorne, sondern das Empfangene, das niemand schuldig war zu geben [...].
Gotthelf, Die Wassernot im Emmental am 13. August 1837, entstanden ab 1838, Erstdruck 18520 „Dem sagt man jetzt altväterlich, wenn ein Mensch von Herzen für eine Wohltat danket; man sollte sich schämen.
Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 19350 „Dankbarkeit kommt da niemals, wo man einem alle Tage Wohltaten vorhält. Sie ist eine gar wunderliche Pflanze; sobald man ihren Wachstum erzwingen will, verdor …
Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 19350 „Die eigentliche Anspruchlosigkeit ist nichts anderes als der demütige, kindliche Sinn, dem, wie Christus selbst sagt, das Himmelreich gehört, der keiner Verdi …
Gotthelf, Barthli der Korber. Erzählung, 18520 „Dank ist keine Erniedrigung, sondern ein Zeichen hellen Verstandes, welcher die Verhältnisse erkennt, und ein Zeichen eines guten Gemütes, welches der Liebe f …
„Wer nicht danken kann, kann auch nicht lieben.