weisegedanken
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Manfred Hinrich

1926–2015
Zitate & Gedichte
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Freundschaft geht auf Tuchfühlung, Liebe geht unter die Haut.

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Freundschaft ist gut, doch lasst uns vorsichtshalber Bombenflugzeuge bauen.

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Die Uhr kann dir die schönste Zeit verderben.

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Im Urlaub ohne Erholungsstreß haben Sonnenmenschen Sonnenuhren.

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Achtung, Zeitenwechsel!

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Schnell hat sich die Zeit gebündelt und du kriegst sie nicht aus-einander.

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Der Webstuhl der Zeit saust so, dass es schwer wird, seinen Faden hineinzubekommen.

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Die Turmuhr trifft Schluss und Anfang auf einen Schlag.

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Mehr Rakete der Zeit als Zug.

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Die Zeit gehört zu den Vertriebenen.

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Die Kreissäge mit dem Zahn der Zeit hat Lichtgeschwindigkeit.

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Mit der Zeit verheiratet und fremdgehn, ein zeitgemäßes Gehn.

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Die Zeit lehrt uns altes, was wir ihr beigebracht haben.

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Ortsflucht, die übliche Zeitflucht.

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Falsche Menschen zeugen falsche Zeiten, falsche Zeiten zeugen falsche Zeugen.

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Flocken von heute setzen sich auf die von gestern und lachen.

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Zeitwegwerfer wissen nicht, wohin sie werfen.

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Ohne frohe Wochen könnt ich die sauren Feste nicht ertragen.

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Totgeschlagne Zeit schlägt zurück.

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Nimm Zeitkredite und du zahlst dich tot.

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Mit der Zeit versteh ich mich besser.

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Ich faß die Sichel Zeit am Griff oder schneide mich.

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Wer sich noch nicht mit dem Zeitmesser geschnitten hat, hat noch nichts mit der Zeit erlebt.

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Zeit, Magd des Geldes!

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Jeder gibt seine Farbe, so wird unsre Zeit bunt.

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Ich muss wissen, wohin die Zeit will, sonst geh ich nicht mit.

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Wer die Zeit versitzt, versteht sie nicht, wer die Zeit versteht, versitzt sie nicht.

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Viel Jetzt-oder-nie reicht nur bis ans Knie

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Zeitwort, Tätigkeitswort.

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Stoß dich an den Ecken der Zeit und schrei.

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Die Zeit hat keine Wiederholung nötig, ein unwiederholbarer Augenblick nach dem andern.

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Wie die Zeit vergeht! Nein, sie kommt!

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Zeitanhalter winken, schade um die Zeit.

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Wir wolln bessre Zeiten sehn, doch die Zeit will bessre Menschen sehn.

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Will sie alle Wunden heilen, muss Frau Dr. Zeit noch viel studieren.

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Wie die Zeit im Gehen bleiben.

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Scheint die Sonne, wird der Stein warm. Nicht der in der Brust.

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Was soll ich machen, sagte die Sonne, schein ich nur für die Armen, verkaufen sie den Schein an die Reichen, schein ich nur für die Reichen, wirds für die Arm …

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Die Sonne scheint nicht nur so.

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Eine Schwalbe macht schon etwas Sommer.

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Im Juli wird die Schwalbe gefeiert, die schon etwas Sommer brachte.

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Sehnsucht zieht wie ein Magnet und schneidet wie ein Messer.

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Sehnsucht wird Sucht, wenn sie unsinnig sucht.

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Sehnsucht stirbt nicht.

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Abgründe spiegeln Gipfel und lassen sich verwechseln.

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Innen ist's noch schlimmer.

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In uns die Sinflut!

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Innere Erkältung ist ansteckend und bringt kalten Krieg.

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Hat die Seele einen Knoten, zieh nicht an den Enden.

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Im Seespiegel seh ich den Himmel tief.

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Zwei Seelen, ach, wo ist die dritte.

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Touristen, geldbewaffnete Besatzer.

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Reisen bildet, besonders leere Taschen.

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Mücken sind Nutztiere, frag die Frösche!

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Die Natur hat Decken, die sich nach uns strecken.

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Um die Entsorgung der Menschen muss sich die Natur nicht sorgen, wir haben vorgesorgt.

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Vorm Schlagbaumsterben das Sterben aller andern Bäume.

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Wir passen uns der Natur die Natur an.

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Pflanzen und Tiere sind Naturgedichte, Menschen dichten sich selbst.

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Abgucken von der Natur oder sitzenbleiben.