weisegedanken
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Martin Gerhard Reisenberg

1949–2023
Zitate & Gedichte
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Freundschaft ist ein teures Gut! Welches oft zu viele Schafsköpfe beweiden.

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Die Sonne sucht, die Sonne findet in blondem Wald sich, morgenhell. Ein Streifen Goldes, geht sie unter, wird überdauern ihre Nacht.© Martin Gerhard Reisenber …

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holte ein mich, ich ergab mich ihrer Geduld.© Martin Gerhard Reisenberg (1949 - 2023), Diplom-Bibliothekar und Autor

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In schlechten Zeiten müssen selbst Kannibalen auf Konserven zurückgreifen.

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Ist der August ein sehr dummer, bereitet er auch jeder Ernte Kummer.

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So manches Verlangen dürfte sie quälen, diese absolut Belanglosen.

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Nichts führt oft gründlicher zum Ertauben als mancher Sehnsuchtsschrei.

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Die Sehnsucht ist nicht allein zum Erwecken da, sie hat auch manches Zögern einzuschläfern.

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Einsame Herzen haben oft sehr viel Blut zu transportieren.

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Manche Sehnsucht schreit wahrlich nur zu sich selbst.

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Auch für Gemütsspender könnte eine Organbank eingerichtet werden, der Andrang der Bedürftigen wäre wohl nie zu bewältigen.

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Die Zeitgenossen mit wahrhaft schwarzer Seele verhökern diese auch nur zu Schwarzmarktpreisen.

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Auch manch goldene Seelen hätten zur Komplettierung gern eine goldene Uhr dabei.

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Reisefreiheit! Denn einmal im Leben möchte jeder auch mal nach Canossa.

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Abgetretene Schuhe erzählen mehr, als mancher Reiseberichterstatter.

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Schlafwagen sind nicht nur dazu vorhanden, uns bequemer ans Ziel zu bringen, sondern auch so manche Landschaft vor uns zu schützen, indem wir deren Verführung …

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Auch der Vielgereiste fuhr nur bis zur Grenze seines Horizonts.

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Es gibt immer weniger Länder, die für uns "weit hinten in der Türkei" liegen, selbst die Türkei dürfte sich dagegen verwahren.

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Auf Luxusjachten interpretiert man bestimmtes maritimes Liedgut anders als auf Windjammern oder Handelspötten. Beispiel: "Wir lagen vor Madagaskar und hatten …

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Die Natur regelt alles sehr gütigst. Denn keinen Schwindelfreien lässt sie hoch hinaus.

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Nichts Übernatürliches beherbergt die Natur - oder doch etwas Übermenschliches?

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Lächeln macht gesund, Anlächeln noch gesünder.

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Was oft nur ein Lächeln kostet, sollte darum nicht noch grinsend verzinst werden.

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Ein Brennglas vermag kein einziges Lächeln zu spiegeln.

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Wie gewinnend kann doch ein Lächeln sein, wie gerinnend hingegen ein Grinsen.

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Ein lächelnder Mund küsst die gesamte Welt.

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Ein Schatten wärmt so manches Gemüt.

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Nicht jedes Licht erhellt auch, manches stellt nur bloß.

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Mein Schatten verfolgt mich nicht, er muss mir folgen, wohin auch immer.

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Auch Blitze bescheren lichte Momente!

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Wer zuletzt lacht, lacht oft allein.

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Zum gesündesten Lachen zählt immer noch jenes ohne jeden scheinbaren Grund.

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Nicht grundlos besitzen Lachtauben ihr weibliches Pronom.

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Mit Lachsalven erschießt man keinen Gegner. Aber man lähmt ihn.

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Lachen wirkt immer jung, Grinsen veralternd.

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Dem Geduldigen scheint selbst der Tod eine Kündigungsfrist zu gestatten.

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Geduld bringt Rosen … manchmal sogar zum Verblühen!

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Geduld – jener Rahmen, in den alles Unaufschiebbare gefasst wird.

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Geduld erfordert manchmal mehr Mut, als mancher Mut Geduld.

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Nicht selten finden besonders schöne Stunden erst nach einigen Wochen und glückliche Tage erst nach Jahren ihr Ende.

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Lebe ruhig in der Erinnerung, bringt dir die Gegenwart nichts Gutes! Aber möglichst von der Erinnerung an die Zukunft!

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Erinnerungen bleiben nur solche, wenn ihre Wahrheit sich im Laufe der Zeit verändert.

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Auch eine Erinnerungsseuche, die Nostallergie!

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Um dem erotisch erfahrenen Teufel endlich einmal Paroli bieten zu könnten, sollten sich die Engel von ihrer Geschlechtslosigkeit verabschieden.

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Bösewichte existieren zum Glück nur in den Annalen der Geschichte. Da schon die Gegenwart voller Engel steckt, steht uns also eine wahrhaft lichte Zukunft bev …

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Erzengel besitzen statt goldener, wahrhaft eiserne Seelen.

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Männliche Engel fallen gelegentlich, so wie der unbotmäßige Luzifer, weibliche kommen eher nieder.

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Ein "Mensch sei Dank" würde selbst Gott nicht übelnehmen.

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Natürlich brennt das Feuer der Jugend im Alter weiter! Nur statt im Herzen, mehr in den Gliedern.

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Jung oder alt sollte man nicht nur schlechthin, sondern es auch zur rechten Zeit sein.

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Hat der Mensch nichts mehr hinzuzusetzen, wird er alt und weise.