weisegedanken
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Michel de Montaigne

1533–1592
Gemeinfrei
Zitate & Gedichte
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Freundschaft ist ein Tier, das in Paaren und nicht in Rudeln lebt; es wird mir schwer, mich halb und immer mit Einschränkungen mitzuteilen. Ich kann diese kne …

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In der wahren Freundschaft schenke ich mich meinem Freunde mehr, als daß ich ihn an mich ziehe.

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Ich glaube, daß unsere Seelen sich bereits mit zwanzig Jahren zu dem Grade entwickelt haben, auf dem sie sein sollen und wo sie alles das versprechen, was sie …

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Wenn man mich fragt, warum ich reise, antworte ich: Ich weiß wohl, wovor ich fliehe, aber nicht, wonach ich suche.

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Die Natur hat uns frei und ungebunden in die Welt gesetzt; wir kerkern uns ein in ein kleines Stück Land.

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Die Liebe duldet es nicht, daß man sich anders als durch sie bindet.

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Wenn ein Mann einer Frau verspricht, sie ewig zu lieben, dann setzt er voraus, daß sie immer liebenswert bleiben wird.

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Das heißt wirklich lieben: Jemand beleidigen und verwunden, um ihn zu bessern! Ich finde es hart, jemanden zu beurteilen, bei dem die schlechten Eigenschaften …

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)0
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Es ist eigentlich nie möglich, genau zu sagen, wann wir am Ende unserer Hoffnung sind.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)0
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Die Natur sollte sich damit begnügen, das Alter elend zu machen, ohne es auch noch lächerlich zu machen.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)0
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Das eigentliche Lebensglück, das in geistiger Ruhe und Zufriedenheit und seelischer Geradheit und Sicherheit besteht, darf man nie einem Menschen zusprechen, …

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Das Alter zieht noch mehr Runzeln in unseren Verstand als in unser Antlitz.

Montaigne, Essais, Erstdruck 1579, erste Gesamtausgabe 1595 (posthum)0