Zeit hat keine Zukunft. Entropie hat Zeit. Die Große Nacht der Ewigkeit.
„Nichts ist gleichgültiger als die Ewigkeit.
„Die Zeit leidet schon jetzt am Trauma der Ewigkeit.
„Unter dem Mond der Zeit ist das Leben eine Springprozession in den Schoß des Meeres Tod. Jeder Rückzug bringt es ihm näher. Die Zeit beugt sich dem Gesetz vie …
„Die Zeit ist eine subjektive Brechung und hat keine absolute Größe.
„Reue: sich bei seinem Schatten entschuldigen, dass die Sonne scheint.
„Das Hässlichste am Sommer sind die Menschen, die er aus ihren Häusern treibt.
„Hoffnung und Sehnsucht sind das vizio ereditario des Leidens.
„Die sogenannte Seele ist nur eine abgeleitete Funktion, die die Geometrie des Lebens nirgends tangiert.
„Inhalt frommt der Hülle – non vice versa.
„Manch niedriger Seele muss man erst Oberwasser geben, damit sie sich weist.
„Die sogenannte "Seele" bietet nur Einstiegsreize. Nie Durchhaltegriffe.
„Seele? Ein Arbeitsbegriff.
„Reisen sind wie schon Träume eine Blutwäsche für das Gehirn.
„Fressen und Gefressen-Werden. Nur die wenigsten Tiere sterben an Altersschwäche. Die Schöpfung ist und bleibt ein Akt grenzenloser Gewalt.
„Wenn man sich wachen Blicks mit der Natur auseinandersetzt, findet man nichts als Gleichnisse.
„Idylle: praktisch alles, was nicht von Menschenhand rührt oder durch sie berührt wurde. Aber man soll auch wissen: Idyllen sind meist trügerisch. Der Mensch s …
„Unterm Strich ist alles hienieden nur eine Frage der Säfte und ihrer Verderblichkeit. Die unser Auge schonenden Kryptodermien sollten einem nicht den sezieren …
„Natur ist die tiefste Bedingung. Die höchste ist bedingungslos, ist Geist.
„Jemanden zum Lächeln zu bringen oder von jemandem zum Lächeln gebracht zu werden heißt schon sehr viel. Mehr kann und sollte man von einem anderen Geschöpf ni …
„Diese Art Grienens, die bereits Horn ansetzt. Ob das Greenhorn dahinter glaubt, dass es ihn schützt?
„Das Licht ist die Grenze in die nächsten Dimensionen, die sich durch schwarze Löcher spielend überbrücken lässt. Unverortbar bleibt allein der jen- wie allsei …
„All die lichtumgrenzten Entitäten, Wirklichkeiten und gleich(ge)zeitig dieses unerhörte allenthaltene batybische Momentum von Verfinsterung und Kälte. Wer wei …
„Lachen: kein befreienderer Ausdruck von Freiheit zu denken. Nichts, das zugleich frecher, schöner, lustvoller und sinnlicher wäre. Lachen ist der Kuß des Humo …
„Hoffnung: dieser maulwurfsseelengerechte Tunnel am Ende des Lichts.
„Wer die Hoffnung zuletzt sterben lässt, ist über diesen typischen Debütantenfehler nie hinausgekommen.
„Alle Hoffnung ist bloß graue Fallegorie.
„Es gibt auch ein Gedächtnis der Zukunft. Manche nennen es Kunst, manche Seele, die wenigsten Nichts, und zu viele Hoffnung.
„Ich weiß nicht, wohin ich gehe. Aber ich gehe ohne Hoffnung.
„Hoffnung: verkaufte Ehre. Prostituiert sich gern in altvornehmen Bordellen, mit so pompösen Namen wie "Rechter Glaube" oder "Große Liebe". In der Gosse geht s …
„Die Hoffnung liegt tief im Schoß des Todes begraben. Sein saurer Samen gebiert Ungeheuer, wovon sie nichts ahnt noch sich träumen lässt, während sie langsam e …
„Geduld lernt, was erdulden muss. Doch lehrt sie, was erdulden lässt.
„Wo Geduld träge und lethargisch wird, nennt sie sich doch gern noch Toleranz.
„Geduld ist das erste, worauf Genie verzichten kann.
„Erinnerung: in der Regel immer nur das gerechte Bleiwerk des Vergessens, in das immer neue Stollen der Verbrämung, des erstickten Selbstbezichts und der scham …
„Erinnerungen: Totenrosen des Glücks. So jung und schon so welk. Je älter, desto blühender die Pracht.
„Erinnern heißt drapieren.
„Dank: eine problematische Sache. Aber vielleicht gerade für die, die vorgeben, ihn nicht zu brauchen, unter Umständen das Größte.
„Warum nicht dankbar sein für etwas, das immerhin denkbar ist? Manche nennen es Möglichkeit, andere Glauben. Quoi qu' il en soit, alles ist besser als Religion …