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Gedichte

Liebe

Gedichte zum Thema
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Dann geht das Herz mir auf; Dann bin ich reich in meinem Sinn, Ich biet die Welt zu Kauf. Doch wenn ich wieder scheiden muß Aus ihrem Schwanenarm, Dann schwindet all mein Überfluß, Und ich bin bette …

Wenn ich bei meiner Liebsten bin, — Heinrich Heine
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Du, der ich's nicht sage, daß ich bei Nacht weinend liege, deren Wesen mich müde macht wie eine Wiege. Du, die mir nicht sagt, wenn sie wacht meinetwillen: wie, wenn wir diese Pracht ohne zu stillen …

Lied (Du nur, Du) — Rainer Maria Rilke
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Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab ich ihr gestanden Mein Sehnen und Verlangen.Heinrich Heine (1797 - …

Im wunderschönen Monat Mai, — Heinrich Heine
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Ja ich sehne mich nach dir. Ich gleite mich verlierend selbst mir aus der Hand, ohne Hoffnung, daß ich das bestreite, was zu mir kommt wie aus deiner Seite, ernst und unbeirrt und unverwandt. ...jen …

Die Liebende — Rainer Maria Rilke
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Zur leuchtenden Sonne hinauf; Es nehmen die Ströme alle Zum leuchtenden Meere den Lauf. Es flattern die Lieder alle Zu meinem leuchtenden Lieb; Nehmt mit meine Tränen und Seufzer, Ihr Lieder, wehmüt …

Es schauen die Blumen alle — Heinrich Heine
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Welche Wiesen duften deine Hände? Fühlst du, wie auf deine Widerstände stärker sich der Duft von draußen stützt. Drüber stehn die Sterne schon in Bildern. Gib mir, Liebe, deinen Mund zu mildern; Ach …

Gib mir Liebe — Rainer Maria Rilke
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Wollt es dem andern gestehn; Sie sahen sich an so feindlich, Und wollten vor Liebe vergehn. Sie trennten sich endlich und sahn sich Nur noch zuweilen im Traum; Sie waren längst gestorben, Und wußten …

Sie liebten sich beide, doch keiner — Heinrich Heine
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Liebe sprach zum Gott der Lieder, Sie verlange Sicherheiten, Ehe sie sich ganz ergebe, Denn es wären schlechte Zeiten. Lachend gab der Gott zur Antwort: »Ja, die Zeiten sich verändern, Und du sprich …

Solidität — Heinrich Heine
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Ich hatt es längst entdeckt; Doch als du mir's gestanden, Hat es mich tief erschreckt. Ich stieg wohl auf die Berge Und jubelte und sang; Ich ging ans Meer und weinte Beim Sonnenuntergang. Mein Herz …

Daß du mich liebst, das wußt ich, — Heinrich Heine
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Will ich dich lieben denn soviel ich kann. Zu hassen dich hatt' ich mir vorgeschrieben, Mit Hasse sah das Herz die Vorschrift an. Dich zu vergessen hatt' ich mich getrieben; Vergessen war es, eh ich …

Weil ich nichts anders kann als nur dich lieben, — Friedrich Rückert
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Annchen von Tharau ist, die mir gefällt, Sie ist mein Leben, mein Gut und mein Geld. Annchen von Tharau hat wieder ihr Herz Auf mich gerichtet in Lieb' und in Schmerz. Annchen von Tharau, mein Reich …

Annchen von Tharau — Simon Dach
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Gestorben war ich Vor Liebeswonne; Begraben lag ich In ihren Armen; Erwecket ward ich Von ihren Küssen; Den Himmel sah ich In ihren Augen.Ludwig Uhland (1787 - 1862), deutscher Dichter, Literaturwis …

Seliger Tod — Ludwig Uhland
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Liebesglück und Liebesschmerz – Die Minute macht zum Sklaven, O des Gottes Pfeile trafen Mein gestählt gewappnet Herz. Trage Ketten, golden süß, Aber immer sind es Ketten, Goldne Ketten, süße Ketten …

Gefesselt — Ludwig Eichrodt
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Wie wenn die Sonne triumphierend sich Hebt über Sterne, die am Himmel stunden, Ein Schimmer nach dem andern leis' erblich, Bis alle sind in einem Glanz geschwunden; So hab' ich, Liebste, dich gefund …

O Sonn‘, o Meer, o Rose! — Friedrich Rückert
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Nun sänftigt sich die Seele wieder und atmet mit dem blauen Tag, und durch die auferstandnen Glieder pocht frischen Bluts erstarkter Schlag. Wir sitzen plaudernd Seit an Seite und fühlen unser Herz …

Segelfahrt — Christian Morgenstern
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weiß Lieb nicht wie lieb Lieb ist; wenn aber Lieb von Lieb scheidet, weiß lieb Lieb wohl, was lieb Lieb war.Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, ö …

Alldieweil Lieb bei Lieb ist, — Rainer Maria Rilke
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und mein Herz kommt zu dir, hält's nicht aus, hält's nicht aus mehr bei mir. Legt sich dir auf die Brust, wie ein Stein, sinkt hinein, zu dem deinen hinein. Dort erst, dort erst kommt es zur Ruh, li …

Es ist Nacht, — Christian Morgenstern
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Wie soll ich meine Seele halten, daß sie nicht an deine rührt? Wie soll ich sie hinheben über dich zu andern Dingen? Ach gerne möcht ich sie bei irgendwas Verlorenem im Dunkel unterbringen an einer …

Liebeslied — Rainer Maria Rilke
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Jetzt bist du da, dann bist du dort. Jetzt bist du nah, dann bist du fort. Kannst du's fassen? Und über eine Zeit gehen wir beide die Ewigkeit dahin – dorthin. Und was blieb? ... Komm, schließ die A …

Schauder — Christian Morgenstern
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Mit der Geliebten wurde ich zu zwein; und aus uns beiden in die Welt hinein und über alles Wesen wuchs das Wir. Und weil wir Alles sind, sind wir allein.Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich …

Ich hab das „Ich“ verlernt und weiß nur: wir. — Rainer Maria Rilke
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wie ist mir doch zumut! O Morgenrot, ich glühe vor deinem Jugendblut. Es glüht der alte Felsen und Wald und Burg zumal, berauschte Nebel wälzen sich jäh hinab ins Tal. Mit tatenfroher Eile erhebt si …

In dieser Winterfrühe — Eduard Mörike
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Hörst du Geliebte, ich hebe die Hände - hörst du: es rauscht... Welche Gebärde der Einsamen fände sich nicht von vielen Dingen belauscht? Hörst du, Geliebte, ich schließe die Lider und auch das ist …

Die Stille — Rainer Maria Rilke
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So ist die Lieb'! So ist die Lieb'! Mit Küssen nicht zu stillen: Wer ist der Tor und will ein Sieb mit eitel Wasser füllen? Und schöpfst du an die tausend Jahr, und küssest ewig, ewig gar, du tust i …

Nimmersatte Liebe — Eduard Mörike
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wirf mir die Ohren zu: ich kann dich hören, und ohne Füße kann ich zu dir gehn, und ohne Mund noch kann ich dich beschwören. Brich mir die Arme ab, ich fasse dich mit meinem Herzen wie mit einer Han …

Lösch mir die Augen aus: ich kann dich sehn, — Rainer Maria Rilke
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Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt. Das Mädchen heiratet aus Ärger Den ersten besten Mann, Der ihr in den Weg gelaufen; Der Jüngling ist übel …

Ein Jüngling liebt ein Mädchen, — Heinrich Heine
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I. Und wie mag die Liebe dir kommen sein? Kam sie wie ein Sonnen-, ein Blütenschein, kam sie wie ein Beten? – Erzähle: Ein Glück löste leuchtend aus Himmeln sich los und hing mit gefalteten Schwinge …

Lieben — Rainer Maria Rilke
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Im Felde schleich' ich still und wild, Gespannt mein Feuerrohr. Da schwebt so licht dein liebes Bild, Dein süßes Bild mir vor. Du wandelst jetzt wohl still und mild Durch Feld und liebes Tal, Und ac …

Jägers Abendlied — Johann Wolfgang von Goethe
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Sag, wie wär es, alter Schragen, Wenn du mal die Brille putztest, Um ein wenig nachzuschlagen, Wie du deine Zeit benutztest. Oft wohl hätten dich so gerne Weiche Arme warm gebettet; Doch du standest …

Summa summarum — Wilhelm Busch
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Ohne dich, Süße, was wäre der Tanz? Wärst du mein Schatz nicht, so möcht' ich nicht tanzen, Bleibst du es immer, ist Leben ein Fest.Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeu …

Ohne dich, Liebste, was wären die Feste? — Johann Wolfgang von Goethe
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ist ein Ding, was äußerst wichtig. Nicht nur zieht man in Betracht, was man selber damit macht. Nein, man ist in solchen Sachen auch gespannt, was andre machen.Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher …

Liebe sagt man schön und richtig, — Wilhelm Busch
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Ihr Busen und ihr voll Gesicht; Zum Zittern wird nun ihre Strenge, Denn deine Kühnheit wird zur Pflicht. Schnell hilft dir Amor zu entkleiden Und ist nicht halb so schnell als du; Dann hält er schal …

Wie bebt von deiner Küsse Menge — Johann Wolfgang von Goethe
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Und war mit ihr alleine; O, wie war ich erfreut! Ist je ein Paar alleine, Ist Amor niemals weit.Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprac …

Oft führt‘ ich sie zum Haine — Johann Wolfgang von Goethe
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Der deiner Gäste Lärm verjagt; Wie glühst du nach dem schönen Munde, Der bald verstummt und nichts versagt. Du eilst, um alles zu vollenden, Mit ihr ins Heiligtum hinein; Das Feuer in des Wächters H …

Wie schlägt dein Herz beim Schlag der Stunde, — Johann Wolfgang von Goethe
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Seit ich ihn gesehen, glaub ich, blind zu sein; wo ich hin nur blicke, seh ich ihn allein. Wie im wachen Traume schwebt sein Bild mir vor, taucht aus tiefstem Dunkel heller nur empor. Sonst ist lich …

Seit ich ihn gesehen — Adelbert von Chamisso
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Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer Vom Meere strahlt; Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer In Quellen malt. Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege Der Staub sich hebt; In tiefer Na …

Nähe des Geliebten — Johann Wolfgang von Goethe
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Ein Mann: Da du so schön bist, darf ich dich beschwören, errege nicht mein leicht erregtes Blut. Da du so schön bist, kann ich dir nicht wehren, daß deine Hand zu lang' in meiner ruht. Da du so schö …

Herr und Herrin — Richard Dehmel
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Und sein Mund genießt der Stunde, Die ihm güt'ge Götter senden, Hüpft vom Busen zu dem Munde, Von dem Munde zu den Händen, Und ich [Schmetterling] hüpf' um ihn herum.Johann Wolfgang von Goethe (1749 …

Sie umarmt ihn lächelnd stumm, — Johann Wolfgang von Goethe
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Meines Herzens strömende Quellen, Deine Locke sandtest du mir, Deines Hauptes ringelnde Wellen; Hauptes Welle und Herzens Flut, Sie zogen einander vorüber. Haben sie nicht im Kusse geruht? Schoß nic …

Meine Lieder sandte ich dir, — Annette von Droste-Hülshoff
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Aus Lieb'. Wie wären wir verloren? Ohn' Lieb'. Was hilft uns überwinden? Die Lieb'. Kann man auch Liebe finden? Durch Lieb'. Was läßt nicht lange weinen? Die Lieb'. Was soll uns stets vereinen? Die …

Woher sind wir geboren? — Johann Wolfgang von Goethe
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Über dem Brünnlein nicket der Zweig, Waldvögel zwitschern und flöten, Wild Anemon' und Schlehdorn bleich Im Abendstrahle sich röten, Und ein Mädchen mit blondem Haar Beugt über der glitzernden Welle …

Junge Liebe — Annette von Droste-Hülshoff