Reisen
Palmström reist, mit einem Herrn v. Korf, in ein sogenanntes böhmisches Dorf. Unverständlich bleibt ihm alles dort, von dem ersten bis zum letzten Wort. Auch v. Korf (der nur des Reimes wegen ihn be …
Das böhmische Dorf — Christian Morgenstern „Wem Gott will rechte Gunst erweisen, Den schickt er in die weite Welt; Dem wird er seine Wunder weisen In Berg und Tal und Strom und Feld. Die Bächlein von den Bergen springen, Die Lerchen schwingen …
Der frohe Wandersmann — Joseph von Eichendorff „Dort bläht ein Schiff die Segel, Frisch saus't hinein der Wind; Der Anker wird gelichtet, Das Steuer flugs gerichtet, Nun fliegt's hinaus geschwind. Ein kühner Wasservogel Kreis't grüßend um den Mas …
Der junge Schiffer — Friedrich Hebbel „Wann ich in der Fremde bin.Max von Schenkendorf (1783 - 1817), deutscher Lyriker und Liederdichter
Ach, wie trüb ist meinem Sinn, — Max von Schenkendorf „Bunte Dörfer, bunte Kühe, Ackerpracht und Ackermühe, Reichsten Lebens frischer Lauf. Dreht sich alles weit im Kreise; Mittendurch geht deine Reise: Thu nur Herz und Augen auf.Otto Julius Bierbaum (1 …
Reisespruch — Otto Julius Bierbaum „die Quellen des Lebens als auf Reisen, wenn im Bilderstrom der Welt du selig dahintreibst.© Carl Peter Fröhling (*1933), Dr. phil., deutsc …
Wo sprudeln dir frischer — Carl Peter Fröhling · Auszug „Am Himmel der Wolken erdunkelnder Kranz. Auf schauerndem Strome metallischer Glanz. Die Wälder zu seiten so finster und tot. Und in flüsterndem Gleiten vorüber mein Boot ... Ein Schrei aus der Ferne …
Auf dem Strome — Christian Morgenstern „aus der Fülle leben. Schauen, staunen, fernwärts streben. Lieben, träumen, alles geben. Ich und Welt in eins verschweben.© Carl Peter Fröh …
Wandern, reisen, — Carl Peter Fröhling · Auszug „Berggipfel erglühen, Waldwipfel erblühen Vom Lenzhauch geschwellt! Zugvogel mit Singen Erhebt seine Schwingen, Ich fahr' in die Welt, Mir ist zum Geleite In lichtgoldnem Kleide Frau Sonne bestellt; …
Ausfahrt — Joseph Victor von Scheffel „Nun merk' ich erst, wie müd' ich bin, Da ich zur Ruh' mich lege: Das Wandern hielt mich munter hin Auf unwirtbarem Wege. Die Füße frugen nicht nach Rast, Es war zu kalt zum Stehen; Der Rücken fühlte …
Rast — Wilhelm Müller „Wohlauf und froh gewandert Ins unbekannte Land! Zerrissen, ach! zerrissen Ist maches teure Band. Ihr heimatlichen Kreuze, Wo ich oft betend lag, Ihr Bäume, ach! ihr Hügel, O blickt mir segnend nach! …
Wanderung — Justinus Kerner „Sie haben das mächtige Meer unterm Bauch Und über sich Wolken und Sterne. Sie lassen sich fahren vom himmlischen Hauch Mit Herrenblick in die Ferne. Sie schaukeln kokett in des Schicksals Hand Wie t …
Segelschiffe — Joachim Ringelnatz „Blau ist meines Himmels Bogen, Ist von Regen nie umzogen, Ist von Wolken nicht umspielt, Nie vom Abendtau gekühlt. Meine Bäche fließen träge, Oft verschlungen auf dem Wege Von der durst'gen Steppe S …
Aegypten — Karoline von Günderrode „wenn Worte nicht ausreichen fängt er an zu tanzen es ist die Melodie seines Herzens die da in Bewegung gerät© Anke Maggauer-Kirsche (*1948 …
der alte Kreter — Anke Maggauer-Kirsche · Auszug „Die alten Brunnen rauschten wie im Traum durch fernen Hall vertrauter Abendglocken und flossen weich ins Dunkel das den Duft nachtschwüler Gärten die ich spät durchwandert still atmend trug. Nun tut …
Dunkle Fahrt — Ernst Stadler „In Hamburg lebten zwei Ameisen, Die wollten nach Australien reisen. Bei Altona auf der Chaussee Da taten ihnen die Beine weh, Und da verzichteten sie weise Denn auf den letzten Teil der Reise. So wi …
Die Ameisen — Joachim Ringelnatz „Schon bin ich müd zu reisen, Wär's doch damit am Rand, Vor Hören und vor Sehen Vergeht mir der Verstand. So willst Du denn nach Hause? O nein! Nur nicht nach Haus! Dort stirbt des Lebens Leben Im Ei …
In der Fremde — Franz Grillparzer „Vier verwegene Gesellen Stiegen einst hinab zur Höllen. Vor dem höllischen Palast Machten sie ein Weilchen Rast. Alle schwitzten sie erklecklich, Denn die Hitze war erschrecklich, Und der Höllen-Rea …
Der Genügsamste — Georg Bötticher „Wasser stürzt, uns zu verschlingen, Rollt der Fels, uns zu erschlagen, Kommen schon auf starken Schwingen Vögel her, uns fortzutragen. Aber unten liegt ein Land, Früchte spiegeln ohne Ende In den al …
Reiselied — Hugo von Hofmannsthal „auf dem Wasser dümpelt träge zwischen Lichterstreifen die die Wellen leicht verwischen Boote in der Nacht dort am Ufer warten Häuser Licht …
Abend am Meer — Anke Maggauer-Kirsche · Auszug „Böcklin in Basel rudert über das Wasser und verschwindet im Schwarz der Bäume Der Rhein treibt die Fähre ins Jenseits ohne dass Charon tät …
Besuch in Basel — Bernd Bruns · Auszug „Ich auf der Erd', am Himmel du, Wir wandern beide rüstig zu: Ich ernst und trüb, du mild und rein, Was mag der Unterschied wohl sein? Ich wandre fremd von Land zu Land, So heimatlos, so unbekannt; B …
Der Wanderer an den Mond — Johann Gabriel Seidl „Keinen hat es noch gereut Keinen hat es noch gereut, Der das Roß bestiegen, Um in frischer Jugendzeit Durch die Welt zu fliegen. Berge und Auen, Einsamer Wald, Mädchen und Frauen Prächtig im Kleide, …
Ermunterung — Ludwig Tieck „an dich gedenk ich früh und spat! Der Sommer naht, der Sommer naht, Mai, Juni, Juli und August, da quillt empor, da schwillt empor das Herz in jeder Brust. Ein Tor, wer immer stille steht, drum Lebe …
O wonnigliche Reiselust, — August von Platen-Hallermünde (Graf Platen) „Der See trägt heut‘ sein schönstes Kleid, um seine Gäste zu empfangen, die träumend nun am Ufer sitzen, vergessend Sorgen, Raum und Zeit. …
Pause am Gardasee — Christa Kluge · Auszug „Ein Rabe kommt geflogen; im Schnabel einen Brief. Raben bringen schlechte Kunde und ich erschrecke tief. Warum keine and'rer Vogel? Warum …
Die letzte Reise — Manfred Schröder · Auszug „Der Schneider Franz, der reisen soll, Weint laut und jammert sehr: "O! Mutter lebet ewig wohl, Euch seh ich nimmermehr!" Die Mutter weint entsetzlich: "Das laß ich nicht geschehn, Du darfst mir nich …
Meine Reise auf meinem Zimmer — Achim von Arnim „Von dem Berge zu den Hügeln, Niederab das Tal entlang, Da erklingt es wie von Flügeln, Da bewegt sich's wie Gesang; Und dem unbedingten Triebe Folget Freude, folget Rat; Und dein Streben, sei's in L …
Wanderlied — Johann Wolfgang von Goethe „Sie machen die Luft dir dumpf und schwer, Die kreischenden Zwerge? Lach ihnen Abschied! Fahr über das Meer! Steig über die Berge! Doch, ehe du gehst, nimm einen am Ohr Und schüttel ihn leise. Verlor …
Glück auf die Reise! — Otto Julius Bierbaum „Auch die Stadt ist noch dieselbe! Und noch immer blöd und kläglich Spiegelt sie sich in der Elbe. Lange Nasen, noch langweilig Werden sie wie sonst geschneuzet, Und das duckt sich noch scheinheilig, …
Himmel grau und wochentäglich! — Heinrich Heine „Es gibt viele Wege, Neue Erfahrungen zu machen, In einer Welt, in der Jede Reise möglich ist. Ein Wal schwimmt 1000 Kilometer, Ein Vogel f …
Eine Reise — Frank Korablin · Auszug