weisegedanken
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Ich könnte darum stundenlang mich nachts in den gestirnten Himmel vertiefen, weil mir diese Unendlichkeit fernher flammender Welten wie ein Band zwischen diesem und dem künftigen Dasein erscheint.

Wilhelm von Humboldt Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 8. November 18260 ✓ Quelle geprüft
DeutungDer nächtliche Himmel wird hier zur Brücke zwischen Diesseits und Künftigem. In der Unendlichkeit ferner Welten spürt der Betrachter ein Band, das über das eigene Dasein hinausweist – die stundenlange Versenkung ins Sternenmeer nährt die Ahnung, dass das Leben nicht mit dem Sichtbaren endet.
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