weisegedanken
Zitate zum Nachdenken

Zeit

Nichts besitzen wir so gewiss und verlieren wir so unaufhaltsam wie die Zeit. Seneca mahnte, sie sei das Einzige, mit dem wir geizen dürften, Goethe und Schiller besangen ihren Lauf zwischen Augenblick und Ewigkeit. Ob als Dieb, als Heiler oder als kostbarstes Gut – die folgenden Zitate umkreisen jenes Rätsel, das jeder zu kennen meint und niemand fassen kann. Sie erinnern daran, dass die Frage, wie wir mit der Zeit umgehen, im Grunde die Frage ist, wie wir leben.

Ausgewählte Zitate

Über Zeit

Kaum ein Thema beschäftigt das menschliche Denken so beharrlich wie die Zeit. Sie ist unser kostbarstes und zugleich unfassbarstes Gut – unaufhaltsam, unwiederbringlich, gerecht und grausam in einem. In deutschen Sinnsprüchen erscheint sie als Fluss, der niemals stillsteht, als Lehrmeisterin, als Heilerin von Wunden und als strenge Mahnerin, den Augenblick nicht ungenutzt verstreichen zu lassen. Zwischen „Zeit haben” und „Zeit verlieren” spannt sich ein ganzes Lebensgefühl.

Über die Zeit haben die größten Geister nachgedacht. Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich von Schiller machten sie zum Gegenstand ihrer Dichtung, Friedrich Rückert mahnte in eindringlichen Versen, den entschwebenden Augenblick zu nutzen. Arthur Schopenhauer durchdrang sie philosophisch, William Shakespeare gab ihr auf der Bühne Gestalt, und Georg Christoph Lichtenberg wie Wilhelm Busch begegneten ihr mit Witz und Schärfe. Auch der französische Moralist Joseph Joubert reiht sich in diese Runde ein – Stimmen, die von der Antike bis in die Moderne reichen.

Der Leser findet hier eine der reichsten Sammlungen des Portals: Gedanken über Vergänglichkeit und Gegenwart, über Geduld und Eile, über das Altern und die Ewigkeit. Der Bogen spannt sich von antiker Weisheit über die deutsche Klassik bis zum modernen Aphorismus – geeignet für Reden, Glückwünsche zum Jahreswechsel, nachdenkliche Momente und für jeden, der dem Wesen der Zeit auf die Spur kommen möchte.