Das ist ein schweigsames Reiten, Leuchtkäfer durchschwirren den dunkeln Grund Wie Träume, die einst zu guter Stund' Das sehnende Herz mir erfreuten. Die Somme …
„Berggipfel erglühen, Waldwipfel erblühen Vom Lenzhauch geschwellt! Zugvogel mit Singen Erhebt seine Schwingen, Ich fahr' in die Welt, Mir ist zum Geleite In l …
„Der die Gründe der Erscheinung Kennt, ist dieses nicht befremdlich. In dem Mittelpunkt der Dinge Stehn zwei alte weiße Katzen, Diese drehn der Erde Achse, Die …
„Sind dem Kater deine Stunden, Des Gesanges Höllenqualen Hab' ich nie so tief empfunden. Aus den Zweigen, aus den Büschen Tönt der Vögel Tirilieren, Weit und b …
„Maimorgengang, o still Entzücken: Der Äther strahlt im reinsten Blau, Und bräutlich will der Wald sich schmücken Mit zartem Grün und Silbertau. Mit weichem, t …
„Dem Beruf der Mäusetötung, Doch er zürnt nicht, wenn ein andrer Sich vergnügt an Sang und Flötung. Hiddigeigei spricht, der Alte: Pflück' die Früchte, eh' sie …
„Kein Leid, kein Groll darf allzeit dauern, Es kommt der Tag, da alles grünt, Da Kränkung, Schuld und herbes Trauern In gold'ner Sonne Strahl sich sühnt.
Scheffel, J. V., Gedichte. Aus: Maimorgengang, 18690 „Und wenn auch hundert Jahr' ich Noch zu leben hätt', ich würd' mich Stets von neuem doch erquicken An dem Mai und seinen Wundern.
Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 18540