Das schönste Geschenk, das die Götter den Menschen verliehen, ist die Freundschaft. Mögen manche auch den Reichtum, die Macht, die Ehre oder die Gesundheit pr …
„Ein wahrer Freund stellt sich dir nie in den Weg, es sei denn, es ginge mit dir bergab.
„Aus der Verwandtschaft kann man Wohlwollen entfernen, nicht aus der Freundschaft.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. V, 19 Originaltext: Ex propinquitate benevolentia tolli potest, ex amicitia non potest0 „Freundschaft ist das Einzige auf der Welt, über dessen Nutzen sich alle Menschen einig sind.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XXIII, 86. Originaltext: Una est enim amicitia in rebus humanis, de cuius utilitate omnes uno ore consentiunt0 „Gibt es etwas Beglückenderes, als einen Menschen zu kennen, mit dem man sprechen kann wie mit sich selbst? Könnte man höchstes Glück und tiefstes Unglück ertr …
„Freundschaft verdoppelt unsere Freude und halbiert unseren Schmerz.
„Kein festeres Band der Freundschaft als gemeinsame Pläne und gleiche Wünsche.
Cicero, Für Gnaeus Plancius (Pro Cn. Plancio), 54 v. Chr. 2.0 „Nichts ist schwieriger als eine Freundschaft, die bis zum letzten Tag andauert.
„Ohne die Ehrfurcht würde die Freundschaft ihren schönsten Schmuck verlieren.
„Denn obwohl Scipio plötzlich dahingerafft wurde, lebte er für mich, und das wird immer so sein.
Cicero, Briefe. An Atticus0 „Was ist ein Freund? Ein anderes Ich; zwei Seelen in einer.
„Freundschaft ist die Übereinstimmung in allen göttlichen und menschlichen Dingen, vereint mit Wohlwollen und Liebe.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. VI, 20 Originaltext: Est enim amicitia nihil aliud nisi omnium diviniarum humanarumque rerum cum benevolentia et caritate consensio0 „Wer die Freundschaft aus dem Leben verbannt, entfernt aus der Welt die Sonne.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XIII, 47. Originaltext: Solem enim e mundo tollere videntur, qui amicitiam e vita tollunt0 „Aus bloßen Vorteilsdenken erwächst keine Freundschaft. Nicht äußerer Zwang um irgendwelcher Vorteile willen, sondern freier Wille ist die Grundlage der Freund …
„Die älteste Freundschaft muss uns, wie die Weine die Jahre zählen, die lieblichste sein.
„Anteilnehmende Freundschaft macht das Glück strahlender und erleichtert das Unglück.
„In der Freundschaft muß es als heiliges und unverbrüchliches Gesetz gelten, daß man weder etwas Unsittliches verlangt, noch es tut, wenn man darum gebeten wird.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XII, 40. Originaltext: Haec igitur lex in amicitia sanciatur, ut neque rogemus res turpes nec faciamus rogati0 „Irdische Güter sind nicht immer unser Verdienst, sondern oft Geschenke eines blinden Zufalls. Freundschaft jedoch, die sich bewährt und dauert, ist ein verdie …
„Die Natur hat uns den Nießbrauch des Lebens gewährt wie den eines Darlehens, für das (vorher) kein Rückzahlungstermin festgelegt wurde.
„Jemandem, der liebt, meine ich, wird nichts schwer.
Cicero, Der Redner (Orator), 46 v. Chr. 10, 33. Übers. Aphorismen.de Originaltext: Nihil difficile amanti puto0 „Die Göttin des Glückes ist nicht nur selber blind, sondern meistens macht sie auch diejenigen blind, die sie umgarnt hat.
Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XV, 54 Originaltext: Non enim solum ipsa Fortuna caeca est, sed eos etiam plerumque efficit caecos, quos complexa est0 „Es ist nichts widerwärtiger als ein Dummkopf, der Glück hat.
„Durch nichts nähern sich Menschen dem Himmel mehr als durch Beglückung von Menschen.
Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags0 „Die Menschen kommen durch nichts den Göttern näher, als wenn sie Menschen glücklich machen.
Cicero, Pro Q. Ligario ad Caesarem, 46 v. Chr. 12, 38.0 „Dankbarkeit ist nicht nur die größte aller Tugenden, sondern auch die Mutter von allen.
„Willst du Dankbarkeit, so kauf dir einen Hund.
„Es ist keine Pflicht unausweichlicher als die, Dank abzustatten.
Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Originaltext: Nullum enim officium referenda gratia magis necessarium est.0 „Es gibt einen Verlauf des Lebens, der bestimmt ist, und einen einzigen, und zwar einfachen Weg der Natur, und jedem Stücke der Lebensbahn ist die ihm zukommen …
Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 18640 „Ich werde alt, indem ich von Tag zu Tag dazulerne.
„Das Greisenalter, das wir alle zu erreichen wünschen, klagen alle an, wenn sie es erreicht haben.
„Vor nichts muß sich das Alter eher hüten, als sich der Lässigkeit und Untätigkeit zu ergeben.
Cicero, Vom höchsten Gut und vom größten Übel (De finibus bonorum et malorum), 45 v. Chr0 „Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.
„Niemand ist so alt, dass er nicht noch ein Jahr leben zu können glaubt.
Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Originaltext: Nemo enim est tam senex, qui se annum non putet posse vivere.0 „Das Beklagenswerteste am Alter scheint mir, dass man spürt, wie sehr man in diesem Lebensabschnitt den jungen Leuten verhasst ist.