weisegedanken
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Alle zerstörenden Kräfte in der Natur müssen den erhaltenden Kräften mit der Zeitenfolge nicht nur unterliegen, sondern auch selbst zuletzt zur Ausbildung des Ganzen dienen.

Johann Gottfried von Herder Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch. II (Überschrift)0 ✓ Quelle geprüft
DeutungHerder deutet die Zerstörung nicht als bloßes Gegenteil des Lebens, sondern als dessen Werkzeug. Auf lange Sicht unterliegen die auflösenden Kräfte den bewahrenden, und mehr noch: Sie arbeiten am Ende selbst am Aufbau des Ganzen mit. Der Blick weitet sich von der einzelnen Katastrophe zu einer Ordnung, in der auch der Untergang dem Werden dient.
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