»Und sollt' der Eulen ganzes Heer Am Sonnenlicht erblinden, Noch sendet sie ihr Strahlenmeer, Das weite Weltall um sich her Mit Leben zu entzünden.« Doch sieh …
„Sei willkommen, Tag der Wonne, In der Musen Heiligthum! Ihre Schwester kommt zu ihnen; Holde Musen, Ihr zu dienen, Schafft uns ein Elysium! Fühl' ich nicht vo …
„Flüchtiger als Wind und Welle Flieht die Zeit; was hält sie auf?
Herder, J. G., Gedichte. Aus: Lied des Lebens0 „Vergleichung Wie der köstlichste Wein von seinem Boden Geschmack nimmt, Saft und Farbe, so sind wir die Gewächse der Zeit: Dies kocht reifer die Sonne, dem gi …
Herder, J. G., Gedichte0 „Unsere Zeit ist ein großer Wecker! Die grobe eiserne Wanduhr rasselt und ruft mit gewaltigen Schlägen.
Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). Vom Fortschreiten einer Schule mit dem Zeitalter, 17980 „Der Abglanz Hinter Wolken die Sonne zu sehn, gibt trügliche Lichter; Ohne Wolke sie sehn, blendet und stumpft das Gesicht. Also schaue Du sie hienieden im ruh …
Herder, J. G., Gedichte0 „Die Sonne geht unter, damit Nacht werde und Menschen sich über eine neue Morgenröte freuen mögen.
Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch0 „Eine schöne Menschenseele finden, Ist Gewinn, ein schönerer Gewinn ist, Sie erhalten, und der schönst und schwerste, Sie, die schon verloren war, zu retten.
Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Sechste Sammlung. VII. Legenden. Aus: Der gerettete Jüngling0 „In dem Kleinesten der Schöpfung zeiget Sich des Schöpfers Macht und Huld am größten.
Herder, Der Cid. Nach spanischen Romanzen, 1803/04 (posthum). Die Cicada0 „Alle zerstörenden Kräfte in der Natur müssen den erhaltenden Kräften mit der Zeitenfolge nicht nur unterliegen, sondern auch selbst zuletzt zur Ausbildung des …
Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch. II (Überschrift)0 „Das Verlangen der Mutter nach Kindern ist die schönste Sehnsucht, die im Gürtel der Liebe lag, ja aus der, bei allen reinen Weibesherzen, er eigentlich ganz g …
Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 17810 „Der langsame Pfeil. Drücke den Pfeil zu schnelle nicht ab, der nimmer zurückkehrt: Glück zu rauben, ist leicht; wiederzugeben, so schwer?
Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Zweites Buch0 „Dulde, mein Freund, Geduld ist die schönste Zierde der Edeln.
Herder, Blumenlese aus morgenländischen Dichtern (= Herder's sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst, Bd. 9), Tübingen 1807. V. Vermischte Stücke, aus verschiedenen morgenländischen Dichtern. Aus: Geduld0 „Eher schätzt man das Gute Nichts, als bis man es verloren.
„Das Alter ist eine schöne Krone, man findet sie nur auf dem Wege der Mäßigkeit, der Gerechtigkeit und Weisheit.
Herder, Blumenlese aus morgenländischen Dichtern (= Herder's sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst, Bd. 9), Tübingen 1807. I. Blätter der Vorzeit. Vierte Sammlung0