weisegedanken
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Johann Gottfried von Herder

1744–1803
Gemeinfrei
Zitate & Gedichte
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»Und sollt' der Eulen ganzes Heer Am Sonnenlicht erblinden, Noch sendet sie ihr Strahlenmeer, Das weite Weltall um sich her Mit Leben zu entzünden.« Doch sieh …

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Sei willkommen, Tag der Wonne, In der Musen Heiligthum! Ihre Schwester kommt zu ihnen; Holde Musen, Ihr zu dienen, Schafft uns ein Elysium! Fühl' ich nicht vo …

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Flüchtiger als Wind und Welle Flieht die Zeit; was hält sie auf?

Herder, J. G., Gedichte. Aus: Lied des Lebens0
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Vergleichung Wie der köstlichste Wein von seinem Boden Geschmack nimmt, Saft und Farbe, so sind wir die Gewächse der Zeit: Dies kocht reifer die Sonne, dem gi …

Herder, J. G., Gedichte0
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Unsere Zeit ist ein großer Wecker! Die grobe eiserne Wanduhr rasselt und ruft mit gewaltigen Schlägen.

Herder, Sophron. Gesammelte Schulreden, 1810 (posthum). Vom Fortschreiten einer Schule mit dem Zeitalter, 17980
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Der Abglanz Hinter Wolken die Sonne zu sehn, gibt trügliche Lichter; Ohne Wolke sie sehn, blendet und stumpft das Gesicht. Also schaue Du sie hienieden im ruh …

Herder, J. G., Gedichte0
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Die Sonne geht unter, damit Nacht werde und Menschen sich über eine neue Morgenröte freuen mögen.

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch0
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Eine schöne Menschenseele finden, Ist Gewinn, ein schönerer Gewinn ist, Sie erhalten, und der schönst und schwerste, Sie, die schon verloren war, zu retten.

Herder, Zerstreute Blätter (6 Sammlungen), 1785-97. Sechste Sammlung. VII. Legenden. Aus: Der gerettete Jüngling0
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In dem Kleinesten der Schöpfung zeiget Sich des Schöpfers Macht und Huld am größten.

Herder, Der Cid. Nach spanischen Romanzen, 1803/04 (posthum). Die Cicada0
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Alle zerstörenden Kräfte in der Natur müssen den erhaltenden Kräften mit der Zeitenfolge nicht nur unterliegen, sondern auch selbst zuletzt zur Ausbildung des …

Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch. II (Überschrift)0
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Das Verlangen der Mutter nach Kindern ist die schönste Sehnsucht, die im Gürtel der Liebe lag, ja aus der, bei allen reinen Weibesherzen, er eigentlich ganz g …

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 17810
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Der langsame Pfeil. Drücke den Pfeil zu schnelle nicht ab, der nimmer zurückkehrt: Glück zu rauben, ist leicht; wiederzugeben, so schwer?

Herder, Blumen aus morgenländischen Dichtern gesammlet (in: Zerstreute Blätter, 4. Sammlung), 1792. Zweites Buch0
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Dulde, mein Freund, Geduld ist die schönste Zierde der Edeln.

Herder, Blumenlese aus morgenländischen Dichtern (= Herder's sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst, Bd. 9), Tübingen 1807. V. Vermischte Stücke, aus verschiedenen morgenländischen Dichtern. Aus: Geduld0
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Eher schätzt man das Gute Nichts, als bis man es verloren.

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Das Alter ist eine schöne Krone, man findet sie nur auf dem Wege der Mäßigkeit, der Gerechtigkeit und Weisheit.

Herder, Blumenlese aus morgenländischen Dichtern (= Herder's sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst, Bd. 9), Tübingen 1807. I. Blätter der Vorzeit. Vierte Sammlung0