weisegedanken
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Der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren und dem Erwerben des Begehrten vernichten zu können, ist Sehnsucht.

Immanuel Kant Kant, Anthropologie in pragmatischer Hinsicht, 1798. Erster Teil. Anthropologische Didaktik0 ✓ Quelle geprüft
DeutungKant nennt die Sehnsucht einen „leeren Wunsch“, weil sie etwas Unmögliches begehrt: die Zeit selbst zu überspringen. Zwischen dem Begehren und dem Besitz liegt eine Spanne, die sich nicht auslöschen lässt; wer sie fortwünscht, lehnt sich gegen die Bedingungen der Wirklichkeit auf. So wird das Verlangen als vergebliche Auflehnung gegen die Zeit bestimmt.
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