weisegedanken
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Wenn Reisende ein sehr großes Ergötzen auf ihren Bergklettereien empfinden, so ist für mich etwas Barbarisches, ja Gottloses in dieser Leidenschaft.

Johann Wolfgang von Goethe Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Aus Makariens Archiv0 ✓ Quelle geprüft
DeutungWo andere im Klettern höchste Lust empfinden, wittert Goethe etwas Wildes, dem Menschen Unangemessenes. Nicht jede Naturbegeisterung gilt ihm als Ausdruck von Kultur; im rauschhaften Gipfelglück sieht er eher eine Flucht aus dem gemäßigten, gebildeten Maß.
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