weisegedanken
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Die Sonne geht unter, damit Nacht werde und Menschen sich über eine neue Morgenröte freuen mögen.

Johann Gottfried von Herder Herder, Ideen zur Philosophie der Geschichte der Menschheit, 4 Bde., 1784-91. Dritter Teil. 15. Buch0 ✓ Quelle geprüft
DeutungDer Untergang erscheint hier nicht als Verlust, sondern als Bedingung neuer Freude: Ohne Nacht kein Morgen, ohne Dunkel keine Wiederkehr des Lichts. Herder deutet einen natürlichen Rhythmus zum Trost um. Was endet, endet, damit es sich umso heller erneuern kann; Vergehen und Wiederkommen gehören zum selben, wohlgeordneten Lauf.
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