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Johann Wolfgang von Goethe

1749–1832

Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832) gilt als der bedeutendste deutsche Dichter und als zentrale Figur der Weimarer Klassik. Sein Werk umfasst Lyrik, Dramen und Romane, darunter das Trauerspiel „Faust", der Briefroman „Die Leiden des jungen Werthers" und der Bildungsroman „Wilhelm Meisters Lehrjahre". Er wirkte zudem als Naturforscher und Staatsmann am Hof von Weimar.

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Zitate & Gedichte

Niemals hat noch die Kälte der mütterlichen Lehren ein weibliches Herze so zu Eise gehärtet, dass es der alles erwärmende Hauch der Liebe nicht hätte zerschme …

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Kunst, die Spröden zu fangen, 1. Erzählung0

Wer sie [die Liebe] kennt, der flieht sie nicht.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Kunst, die Spröden zu fangen, 1. Erzählung0

Ich, der ich diese Kunst verstehe, Ich habe mir ein Kind gewählt, Daß uns zum Glück der schönsten Ehe Allein des Priesters Segen fehlt.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss0

Empfinde, Jüngling, und dann wähle Ein Mädchen dir, sie wähle dich, Von Körper schön und schön von Seele, Und dann bist du beglückt wie ich!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss0

Ein Blick von dir, ein Wort mehr unterhält Als alle Weisheit dieser Welt.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Garten, Faust zu Margarete0

Wenn ich dich liebhabe, was geht's dich an!

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 4. Buch, 9. Kap., Philine zu Wilhelm0

Ich gehe zu den liebsten besten Menschen, aber warum von Ihnen?

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte Buff, 11. September 17720

Laß nur für eine dich entzünden, Und ist ihr Herz von Liebe voll, So laß die Zärtlichkeit dich binden, Wenn dich die Pflicht nicht binden soll.

Goethe, J. W., Gedichte. Aus: Der wahre Genuß0

Sei ohne Tugend, doch verliere Den Vorzug eines Menschen nie! Denn Wollust fühlen alle Tiere, Der Mensch allein verfeinert sie.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, Aus: Der wahre Genuss0

Liebe will ich liebend loben, Jede Form, sie kommt von oben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 18270

Was man erfindet, tut man mit Liebe, was man gelernt hat, mit Sicherheit.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft0

Das Schicksal sorgt für die Liebe, und um so gewisser, da Liebe genügsam ist.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 1. Buch, 16. Kap.0

Kein Mißbilligen, kein Schelten Macht die Liebe tadelhaft.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Inschriften, Denk- und Sendeblätter0

Wer im stillen um sich schaut, Lernet, wie die Lieb' erbaut.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Buch der Betrachtungen, hier aus: Märkte reizen dich zum Kauf0

So ist es die allmächtige Liebe, Die alles bildet, alles hegt.

Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 5. Akt, Bergschluchten, Pater Profundus0

Flieht, Freunde, ja die Liebe nicht! Denn niemand flieht ihr Reich: Und wenn euch Amor einmal kriegt, Dann ist es aus mit euch.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. 1827, Annette, hier aus: Pygmalion,0

Daß unsrer Glut die Zeit nicht schade, Räumt sie kein Recht aus Schwachheit ein, Und ihre Gunst bleibt immer Gnade, Und ich muß immer dankbar sein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss0

Sie war nicht liebenswürdig, wenn sie liebte, und das ist das größte Unglück, das einem Weibe begegnen kann.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 7. Kap., Lothario zu Wilhelm0

Trink, o Jüngling! heil'ges Glücke Taglang aus der Liebsten Blicke; Abends gaukl' ihr Bild dich ein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück der Liebe0

Spott vertreibt die Liebe nicht.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Die Liebe wider Willen0

Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe!

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 18093

Ein Schleier, Halstuch, Strumpfband, Ringe Sind wirklich keine kleinen Dinge, Allein, mir sind sie nicht genug.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Die Reliquie0

Heut ist mir alles herrlich; wenn's nur bliebe! Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Buch Suleika1

Soll ich dich gleich, Geliebte, missen, Wirst du mir doch nicht ganz entrissen: Zu seh'n, zu tändeln und zu küssen Bleibt mir der schönste Teil von dir. Gleic …

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Die Reliquie0

Man muß nur Ein Wesen recht von Grund aus lieben, da kommen einem die übrigen alle liebenswürdig vor!

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1.Teil, 12. Kap., Eduard zu Ottilie0

Du siehst, mit diesem Trank im Leibe, Bald Helenen in jedem Weibe.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Hexenküche, Mephistopheles leise zu Faust0

Was auch als Wahrheit oder Fabel In tausend Büchern dir erscheint, Das alles ist ein Turm zu Babel, Wenn es die Liebe nicht vereint.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Zahme Xenien 31

Wer von der Arbeit müde, Läßt gern den Mädchen Friede. Und wer noch obendrein nichts weiß, Der denkt an nichts, den macht nichts heiß; So geht's den Bauern me …

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Kinderverstand0

Wenn dir's in Kopf und Herzen schwirrt, was willst du Bessres haben! Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Epigrammatisch0

Beseelte Gott den Vogel nicht mit diesem allmächtigen Triebe gegen seine Jungen, und ginge das Gleiche nicht durch alles Lebendige der ganzen Natur, die Welt …

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 29. Mai 19310

Fehlst [Scheiterst] du, laß dich's nicht betrüben: Denn der Mangel führt zum Lieben; Kannst dich nicht vom Fehl befrein, Wirst du andern gern verzeihn.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827, Zahme Xenien, Kap.30

Die Liebe herrscht nicht, aber sie bildet, und das ist mehr.

Goethe, J. W., Erzählungen. Unterhaltungen deutscher Ausgewandeter, 1795. Das Märchen1

Und wer nicht liebt, wird sich des schönen Maien, So gut er kann, doch leider halb nur freuen.

Goethe, Die Romantische Poesie. Stanzen zu Erklärung eines Maskenzugs aufgeführt den 30. Januar 1810. Frühling0

Es ist doch nichts besser, als wenn man sich liebt und zusammen ist.

Goethe, J. W., Briefe. An Christiane Vulpius, 8. September 17921

Das Bild der Geliebten kann nicht alt werden, denn jeder Moment ist seine Geburtsstunde.

Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Der Sammler und die Seinigen, 6. Brief, Ich-Erzähler zu Julie0

Es ist was Schönes, sein eigenes Bild im liebenden Auge zu erblicken.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 17. Kap.0

In einem Augenblick gewährt die Liebe, Was Mühe kaum in langer Zeit erreicht.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 2. Akt, 3. Szene, Tasso zu Antonio0

Das Leben ist die Liebe Und des Lebens Leben Geist.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, Buch Suleika,0

Man sei erst liebenswert, wenn man geliebt sein will.

Goethe, Die Mitschuldigen, entstanden 1768/69. 2. Szene, Sophie zu Söller1

Die Mängel erkennt nur der Lieblose; deshalb, um sie einzusehen, muß man auch lieblos werden, aber nicht mehr, als hiezu nötig ist.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Betrachtungen im Sinne der Wanderer0

Gegen große Vorzüge eines andern gibt es kein Rettungsmittel als die Liebe.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809, Aus Ottiliens Tagebuche0

Du gingst, ich stund und sah zur Erden Und sah dir nach mit nassem Blick. Und doch, welch Glück, geliebt zu werden, Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Aus: Willkommen und Abschied (frühe Fassung)0

Und unmerkliche Betörung Macht die Liebe zur Verehrung, Die Begier zur Schwärmerei.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück der Liebe0

Sie ist vollkommen, und sie fehlet Darin allein, daß sie mich liebt.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss0

Nirgends kann ich sie vergessen; Und doch kann ich ruhig essen, Heiter ist mein Geist und frei.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück der Liebe1

Mein Gefühl wird stets erweichter; Doch mein Herz wird täglich leichter, Und mein Glück nimmt immer zu.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück der Liebe1

Dunkel ist die Nacht, bei Gott ist Licht. Warum hat er uns nicht auch so zugericht'?

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, 1814 - 1819. Buch der Sprüche0

Diejenigen, die das einzige grundklare Licht aus farbigen Lichtern zusammensetzen, sind die eigentlichen Obskuranten.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft0

Wo viel Licht ist, ist starker Schatten.

Goethe, Götz von Berlichingen mit der eisernen Hand, 1773. 1. Akt, Götz zu Weislingen0

Lachen, Weinen, Lust und Schmerz Sind Geschwisterkinder.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 16. Juni 1825. Aus: Diese Richtung ist gewiß …, Gedicht in der Beilage zum Brief0

Der sinnliche Mensch lacht oft, wo nichts zu lachen ist. Was ihn auch anregt, sein inneres Behagen kommt zum Vorschein.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809. Aus Ottiliens Tagebuche0

Die Hoffnung wie die Furcht sind zwei leere Wesen.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 30. Oktober 18090

Hoffnung breitet lichte Schleier Nebelhaft vor unsern Blick: Wunscherfüllung, Sonnenfeier, Wolkenteilung bring'n uns Glück.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Chines.-deutsche Jahres- und Tageszeiten, aus [1. Zeile]: Zieh'n die Schafe von . . .0

Hoffnung gießt in Sturmnacht Morgenröte!

Goethe, Proserpina. Uraufführung als Einlage in das Drama: Der Triumph der Empfindsamkeit in Weimar am 30. Januar 1778. Proserpina zu den Parzen0

Die Hoffnung hilft uns leben.

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 9. April 17820

Sage nicht, daß du geben willst, sondern gib! Die Hoffnung befriedigst du nie.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlaß. Über Literatur und Leben0

Wir hoffen immer, und in allen Dingen Ist besser hoffen als verzweifeln. Denn Wer kann das Mögliche berechnen?

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 3. Akt, 4. Szene, Antonio zu Leonore0

Du hast uns oft im Traum gesehen Zusammen zum Altare gehen, So dich als Frau und mich als Mann.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Das Glück0

Ein guter Mensch verspricht durch seine Gegenwart nur immer zu viel! Das Vertrauen, das er hervorlockt, die Neigung, die er einflößt, die Hoffnungen, die er e …

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 8. Kap., Madame Melina zu Wilhelm0

Ach! warum, ihr Götter, ist unendlich Alles, alles, endlich unser Glück nur!

Goethe, Pandora. Fragment, 1810. Epimeleia zu Pro- und Epimetheus0