Alles hat seine Zeit! Ein Spruch, dessen Bedeutung man bei längerem Leben immer mehr anerkennen lernt; diesem nach gibt es eine Zeit zu schweigen, eine andere …
Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, Noten und Abhandlungen. Einleitung0 „Die Zeit überschlägt sich wie ein Stein vom Berge herunter, und man weiß nicht, wo sie hinkommt und wo man ist.
Goethe, J. W., Briefe. An Johann Heinrich Meyer, 18. März 17970 „Das Jahrhundert ist vorgerückt; jeder Einzelne aber fängt doch von vorne an.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft0 „Fragt man mich, ob es in meiner Natur sei, die Sonne zu verehren, so sage ich abermals: Durchaus! Denn sie ist gleichfalls eine Offenbarung des Höchsten, und …
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 11. März 18320 „Wenn der Sommer sich verkündet, Rosenknospe sich entzündet, Wer mag solches Glück entbehren?
Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt, Weitläufiger Saal mit Nebengemächern, Rosenknospen0 „Täler grünen, Hügel schwellen, buschen sich zu Schattenruh, und in schwanken Silberwellen wogt die Saat der Ernte zu.
Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. Anmutige Gegend. 1. Akt, Chor0 „Die Hitze schafft alles Flußartige weg und treibt, was Schärfe im Körper ist, nach der Haut.
Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Rom, den 5. Juli 17870 „Welche Hoffnung ich habe? Nur eine, die heut mich beschäftigt: Morgen mein Liebchen zu seh'n, das ich acht Tage nicht sah.
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Epigramme. Venedig 17900 „Graf Wo ist der Mittelpunkt der Welt, auf den sich alles beziehen muß? Domherr In unserm Herzen.
Goethe, Der Großkophta, 1792. 3. Akt, 5. Szene0 „Da ich nicht reich bin, bring ich dir viel in der Seele mit.
Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte von Stein, 2. Dezember 17860 „Die Hauptsache ist, daß man eine Seele habe, die das Wahre liebt und die es aufnimmt, wo sie es findet.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 16. Dezember 18280 „Die Verbindung einer Reisegesellschaft ist eine Art von Ehe, und man findet sich bei ihr auch leider wie bei dieser, oft mehr aus Konvenienz als aus Harmonie …
Goethe, Wilhelm Meisters theatralische Sendung, Fragment eines Theaterromans (Urmeister), 1777. 3. Buch, 1. Kapitel0 „Ist doch das Leben nur auf Gewinn und Verlust berechnet! Wer macht nicht irgendeine Anlage und wird darin gestört! Wie oft schlägt man einen Weg ein und wird …
Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 10. Kapitel0 „Aber ein jeder, der in der Ferne ein Land studieren will, er habe es früher nun selbst gesehen oder nicht, wird immer soviel Zeugen aufsuchen, als er nur kann.
Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Philipp Hackert. Biographische Skizze, meist nach dessen eigenen Aufsätzen entworfen von Goethe, Cottaische Buchhandlung, Tübingen 18110 „Die Zeit ist vorüber, wo man abenteuerlich in die weite Welt rannte; durch die Bemühungen wissenschaftlicher, weislich beschreibender, künstlerisch nachbilden …
Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 9. Kap.0 „Auf alle Weise sehe ich aber, wie schwer es ist, ein Land zu beurteilen; der Fremde kann es nicht und der Einwohner schwer.
Goethe, J. W., Briefe. An den Herzog Carl August von Weimar, 27. Mai 17870 „Um zu begreifen, daß der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829, Betrachtungen im Sinne der Wanderer, Kunst. Ethisches. Natur0 „Man reist ja nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Caroline Herder, 4. bis 8. September 17880 „Anderer Orten muß man das Bedeutende suchen, hier [in Rom] werden wir davon überdrängt und überfüllt. [...] Man müßte mit tausend Griffeln schreiben, was soll …
Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. 1. Teil. Rom, 7. November 17860 „Wenn Reisende ein sehr großes Ergötzen auf ihren Bergklettereien empfinden, so ist für mich etwas Barbarisches, ja Gottloses in dieser Leidenschaft.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Wilhelm Meisters Wanderjahren, 1829. Aus Makariens Archiv0 „Die beste Bildung findet ein gescheiter Mensch auf Reisen.
Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 5. Buch, 2. Kap., Briefzitat an Wilhelm0 „Steile Gegenden lassen sich nur durch Umwege erklimmen, auf der Ebene führen gerade Wege von einem Ort zum andern.
Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 9. Kap., Der König von Dänemark zu Wilhelm0 „Jeder muß wissen, worauf er bei einer Reise zu sehen hat und was seine Sache ist.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 3. November 18230 „Wie müßten wir verzweifeln, das Äußere so kalt, so leblos zu erblicken, wenn nicht in unserm Innern sich etwas entwickelte, das auf eine ganz andere Weise die …
Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 2. Buch, 11. Kapitel0 „Die Natur gerät auf Spezifikationen wie in eine Sackgasse: sie kann nicht durch und mag nicht wieder zurück; daher die Hartnäckigkeit der Nationalbildung.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821. Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen0 „… wie denn die alte Natur fort und fort überall Neues und Dauerndes hervorbringt …
Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Ueber Kunst und Alterthum in den Rhein- und Mayn-Gegenden, Stuttgart 1824. Dritter Band, fünftes Heft0 „Im neuen Jahre Glück und Heil, Auf Weh und Wunden gute Salbe! Auf groben Klotz ein grober Keil! Auf einen Schelmen anderthalbe!
Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Sprichwörtliches0 „Das neue Jahr sieht mich freundlich an, und ich lasse das alte mit seinem Sonnenschein und Wolken ruhig hinter mir.
Goethe, J. W., Briefe. An Johann Kaspar Lavater, Ende Dezember 17830 „Ein neues Jahr erscheint, Drum muß ich meine Pflicht entrichten, Die Ehrfurcht heißt mich hier aus reinem Herzen dichten, So schlecht es aber ist, so gut ist …
Goethe, J. W., Gedichte. Aus: An die Großeltern Textor bei dem erfreulichen Anbruche des 1757. Jahres0 „Die Natur schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was da war – kommt nicht wieder – alles ist neu und doch immer das Alte.
Goethe, J. W., Theoretische Schriften. Aus: Erläuterung zu dem aphoristischen Aufsatz: Die Natur0 „Es giebt in der Natur ein Zugängliches und Unzugängliches. Dieses unterscheide und bedenke man wohl und habe Respect.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann u.a., 11. April 18270 „Ach, Natur, wie sicher und groß in allem erscheinst du!
Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Elegien 2. Aus: Euphrosyne0 „Man wird mir gerne zugeben, dass alle natürlichen Dinge in einem genauen Zusammenhange stehen, dass der forschende Geist sich nicht gerne von etwas Erreichbar …
Goethe, J. W., Naturwissenschaftliche Schriften. Zur Geologie. Über den Granit0 „Die Natur verstummt auf der Folter; ihre treue Antwort auf redliche Frage ist: Ja! ja! Nein! nein! Alles übrige ist von Übel.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 3. Bandes 1. Heft, 1821. Eigenes und Angeeignetes in Sprüchen0 „Ich saug' an meiner Nabelschnur Nun Nahrung aus der Welt. Und herrlich rings ist die Natur, Die mich am Busen hält!
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese0 „Gestaltung – Umgestaltung, Des ew'gen Sinnes ew'ge Unterhaltung.
Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 1. Akt. Finstere Galerie, Mephistopheles zu Faust0 „Lieber Freund, brich du einer Pflanze das Herz aus, sie mag hernach treiben und treiben, unzählige Nebenschößlinge - es gibt vielleicht einen starken Busch, a …
Goethe, Clavigo, 1774. 4. Akt, Szene: Clavigos Wohnung, Carlos zu Clavigo0 „Je näher wir der Natur sind, je näher fühlen wir uns der Gottheit.
Goethe, Claudine von Villa Bella, 1776. Claudine zu Pedro0 „Geheimnisvoll am lichten Tag Läßt sich Natur des Schleiers nicht berauben, Und was sie deinem Geist nicht offenbaren mag, Das zwingst du ihr nicht ab mit Hebe …
Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Nacht, Faust mit sich allein1 „Alles Menschenwerk, wie auch alle Vegetation, erscheint klein gegen die ungeheuren Felsmassen und Höhen.
Goethe, J. W., Tagebücher. Anlässlich seiner dritten Reise in die Schweiz, 6. Oktober 17970 „Die Natur versteht gar keinen Spaß, sie ist immer wahr, immer ernst, immer strenge, sie hat immer recht, und die Fehler und Irrtümer sind immer des Menschen.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 13. Februar 18291 „Die Natur allein ist unendlich reich, und sie allein bildet den großen Künstler.
Goethe, Die Leiden des jungen Werther, 1774; hier in der zweiten Fassung von 1787. 1. Buch, 26. Mai 17710 „Die Gleichgesinnten bestärkten sich auch diesmal in ihrer Überzeugung; »Raffael«, sagten sie zueinander, »zeichnete sich eben durch die Richtigkeit des Denken …
Goethe, Italienische Reise, 1786-88, auf der Grundlage der Reisetagebücher überarbeitet 1813-17. Bericht Dezember 17870 „Alles ist gut, wie es aus den Händen der Natur kommt!
Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 3. Teil, 1812-1813 14. Buch0 „Die Natur hat manches Unbequeme zwischen ihre schönsten Gaben ausgestreut.
Goethe, J. W., Autobiographisches. Campagne in Frankreich 17920 „Das Gesetz haben die Menschen sich selbst auferlegt, ohne zu wissen, über was sie Gesetze gaben; aber die Natur haben alle Götter geordnet.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus: Wilhelm Meisters Wanderjahre. Aus Makariens Archiv0 „Wohl ist alles in der Natur Wechsel, aber hinter dem Wechselnden ruht ein Ewiges.
Goethe, J. W., Gespräche. Mit Kanzler Friedrich von Müller, 15. Mai 18220 „Wer die Natur als göttliches Organ leugnen will, der leugne nur gleich alle Offenbarung.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlaß. Über Literatur und Leben0 „»Die Natur verbirgt Gott!« Aber nicht jedem!
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlaß. Über Literatur und Leben0 „Jeder Baum, jede Hecke ist ein Strauß von Blumen, und man möchte zum Maienkäfer werden, um in dem Meer von Wohlgerüchen herumschweben und alle seine Nahrung d …
Goethe, Die Leiden des jungen Werther, 1774; hier in der zweiten Fassung von 1787. 1. Buch. 04. Mai 17710 „Das Gebildete wird sogleich wieder umgebildet, und wir haben uns, wenn wir einigermaßen zum lebendigen Anschaun der Natur gelangen wollen, selbst so beweglich …
Goethe, J. W., Naturwissenschaftliche Schriften. Morphologie. 1817, Die Absicht eingeleitet0 „Doch wir finden's hier am besten, Segnen dankbar unsern Stern; Denn im Osten wie im Westen Zeugt die Mutter Erde gern.
Goethe, Faust. Der Tragödie zweiter Teil, 1832. 2. Akt, Am obern Peneios, Pygmäen0 „Ich erinnere mich ihrer gleichsam als eines Geistes, als einer schönen, hagern, immer weiß und reinlich gekleideten Frau. Sanft, freundlich, wohlwollend ist s …
Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 1. Buch, 1. Buch0 „Es ist nichts reizender, als eine Mutter zu sehen mit einem Kinde auf dem Arme, und nichts ehrwürdiger, als eine Mutter unter vielen Kindern.
Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 7. Buch, 7. Kapitel0 „Eher wird sie bei dem Fliehen Als ich bei dem Verfolgen müd'.
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlass. Annette, hier aus: Kunst, die Spröden zu fangen, 1. Erzählung0 „Hört von mir, was wenig' wissen, Hört's, und denket nach dabei: Daß, wenn zwei sich zärtlich küssen, Gern sich seh'n und ungern missen, Es nicht stets aus Lie …
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlass. Annette, hier aus: Lyde, Eine Erzählung0 „Wachsamkeit wird euch nichts taugen, Wenn die Töchter unser sind; Eltern, habet hundert Augen, Mädchen, wenn sie List gebrauchen, Machen hundert Augen blind.
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Annette, hier aus: Lyde, Eine Erzählung0 „Wir stolpern wohl auf unsrer Lebensreise, Und doch vermögen in der Welt, der tollen, Zwei Hebel viel auf's irdische Getriebe: Sehr viel die Pflicht, unendlich …
Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Das Tagebuch0 „Die Tat allein beweist der Liebe Kraft.
Goethe, Die natürliche Tochter, 1803. 5. Akt, 9. Auftritt, Gerichtsrat zu Eugenie0 „Man kann niemand lieben, als den, dessen Gegenwart man sicher ist, wenn man seiner bedarf.
Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben0