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Gedichte

Erinnerung

Gedichte zum Thema
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Dem Beruf der Mäusetötung, Doch er zürnt nicht, wenn ein andrer Sich vergnügt an Sang und Flötung. Hiddigeigei spricht, der Alte: Pflück' die Früchte, eh' sie platzen; Wenn die magern Jahre kommen, …

Hiddigeigei lebt mit Eifer — Joseph Victor von Scheffel
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Abgelegtes Leben zwischen gurrenden Tauben. Schlafende Kleider in vergessenen Schränken. Stillschweigende Mandolinen spinnfädrig umwebt. N …

Auf dem Dachboden — Silke Busch · Auszug
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Ich ging im Walde Den alten Steig; Einst gingen wir beide – mein Herze, schweig! Es zittert der Herbstwind Durchs Goldgezweig! Einst war es Sommer – Mein Herze, schweig!Karl Stieler (1842 - 1885), d …

Einst — Karl Stieler
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Gestern fand ich, räumend eines langvergess'nen Schrankes Fächer, Den vom Vater mir vererbten, meinen ersten Reisebecher. Währenddes ich, leise singend, reinigt' ihn vom Staub der Jahre, War's, als …

Der Reisebecher — Conrad Ferdinand Meyer
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Das ist die herrlichste der Gaben, Die wir von Gott empfangen haben; Das ist der goldne Zauberring, Der auferstehen macht im Innern, Was uns nach außen unterging.Friedrich von Bodenstedt (1819 - 189 …

Ein treu Gedenken, lieb Erinnern, — Friedrich von Bodenstedt
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Es ist das Herz ein Totenschrein, Man legt gestorbne Lieb' hinein. Doch wenn der Mond am Himmel geht, Die tote Liebe aufersteht, Und schwebt um dich im blassen Licht Mit tränenfeuchtem Angesicht.Ott …

Erinnerung — Otto von Leixner
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Zu besser'm, idealem Schwung! Gedächtniß haben kalte Seelen; Die fühlenden – Erinnerung, Und die Vergangenheit ist nie Dahin, nur fern für sie.Friedrich Haug (1761 - 1829), Johann Christoph Friedric …

Heil, wo sich Herz und Geist vermählen — Friedrich Haug
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Eine Krähe war mit mir Aus der Stadt gezogen, Ist bis heute für und für Um mein Haupt geflogen. Krähe, wunderliches Tier, Willst mich nicht verlassen? Meinst wohl, bald als Beute hier Meinen Leib zu …

Die Krähe — Wilhelm Müller
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Es war ein König in Thule Gar treu bis an das Grab, Dem sterbend seine Buhle Einen goldnen Becher gab. Es ging ihm nichts darüber, Er leert' ihn jeden Schmaus; Die Augen gingen ihm über, Sooft er tr …

Der König in Thule — Johann Wolfgang von Goethe
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In alten Briefen saß ich heut vergraben, Als einer plötzlich in die Hand mir fiel, Auf dem die Jahresziffer mich erschreckte, So lange war es her, so lange schon. Die Schrift stand groß und klein un …

Aus der Kinderzeit — Detlev von Liliencron
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Mit jedem Tag füllt er sich neu – An Weizen leer, ist überreich er Gar oft an inhaltsloser Spreu. Um jede Thorheit fortzubringen, Braucht' …

Erinnerung gleicht einem Speicher; — Unbekannt · Auszug
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was ich längst verloren geglaubt. Ich schwelge in meinen Erinnerungen, träume mich zurück in schöne Zeiten, finde viele abhandengekommene …

Die Erinnerung bringt mir zurück, — Annegret Kronenberg · Auszug
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Gleichwie eine kreischende Schar von jungen Vögeln stürzen Erinnerungen raschelnd herab durch die welken Blätter des herbstenden Herzens. Gebeugt vom Wetter der Leidenschaften, spiegelt der Baum den …

Die Nachtigall — Paul Verlaine
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ruft ins Gedächtnis mir die Kirschenblüte.Bashô (1643 - 1694), eigentlich Matsuo Munefusa, japanischer Dichter

So viele Dinge — Bashô
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Erinnerungen sind kleine Päckchen, die wir bis an unser Lebensende mit uns führen. Dich trage ich in einer goldenen Schatulle in meinem He …

Erinnerungen — Andrea Koßmann · Auszug
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Vielleicht ein Wort, in einem Buch mit tausend Seiten, verstaubt ganz hinten im Regal. Vielleicht ein Bild, im Album in das niemand schaut …

Was bleibt von mir? — Regina Hesse · Auszug
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Menschen die wir lieben, verschwinden nie spurlos aus unserem Leben. Sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen, die selbst der stärkste Wi …

Spurlos — Andrea Koßmann · Auszug
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Hält uns immer frisch bei Mute. Angedenken an das Schöne Ist das Heil der Erdensöhne. Angedenken an das Liebe, Glücklich! wenn's lebendig bliebe. Angedenken an das Eine Bleibt das Beste, was ich mei …

Angedenken an das Gute — Johann Wolfgang von Goethe
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war ich eine Schwertlilie. Meine Wurzeln saugten sich in einen Stern. Auf seinen dunklen Wassern schwamm meine blaue Riesenblüte.Arno Holz (1863 - 1929), Arno Hermann Oscar Alfred Holz, Pseudonyme: …

Sieben Billionen Jahre vor meiner Geburt — Arno Holz
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Süßer Wehmut Gefährtin, Erinnrung! Wenn jene die Wimper sinnend senkt, Hebst du deinen Schleier und lächelst Mit rückwärts gewandtem Gesicht. Still und hehr, wie der schweigende Vollmond Die Gräber …

An die Erinnerung — Johann Gaudenz von Salis-Seewis
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Es steht ein Stein am Wege, Ein alter, grauer Stein; Es grub in ihn der Steinmetz Kreuz und Beil hinein. Als Untatsangedenken Er dort am Wege steht; So meldet die Bauernkunde, Die von dem Steine geh …

Der Kreuzstein — Hermann Löns
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Weit fort bist du gegangen Abdruck im Herz bleibt.© EPROM (*1941), deutscher Hobby-Dichter und Aphoristiker © by E-Peter

Leerer Pfad vor mir — EPROM · Auszug
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Auch wenn man vieles nie versteht, hat alles Sinn, was kommt, was geht. Ein Träumen, Hoffen, Zu-sich-finden, kann neue Perspektiven gründe …

Sinn — Ingrid Riedl · Auszug
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Und du wartest, erwartest das Eine, das dein Leben unendlich vermehrt; das Mächtige, Ungemeine, das Erwachen der Steine, Tiefen, dir zugekehrt. Es dämmern im Bücherständer die Bände in Gold und Brau …

Erinnerung — Rainer Maria Rilke
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Kein Wesen kann zu Nichts zerfallen! Das Ew'ge regt sich fort in allen, Am Sein erhalte dich beglückt! Das Sein ist ewig: denn Gesetze Bewahren die lebend'gen Schätze, Aus welchen sich das All gesch …

Vermächtnis — Johann Wolfgang von Goethe
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Wenn einsam du im Kämmerlein gesessen, wenn dich der Schlummer floh die lange Nacht, dann hast du oft, so sprichst du, mein gedacht; doch, wenn die Sonne kommen unterdessen, wenn dir die Welt und je …

Frage — Theodor Storm
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warum erwachen wir immer erst wenn die sonne schon am himmel steht und wir uns nur noch fragen können wie schön ihr aufgang wohl gewesen w …

warum — Patrick Simmen · Auszug
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Schnell vorbei Bist du doch gegangen! Wär mein Lieb nur blieben treu, Blieben treu, Sollte mir nicht bangen. Um die Ernte wohlgemut, Wohlgemut Schnitterinnen singen. Aber, ach! mir krankem Blut, Mir …

Rosenzeit! Wie schnell vorbei, — Eduard Mörike
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Glück der Engel! Wo geblieben? Wo geblieben, schöner Tag, als mit unbesorgtem Lieben ihre Hand auf meinem Herzen lag? O sie fühlte jeden Schlag und in jedem lauter Lieben! Wo geblieben, Glück der En …

Erinnerung — Johann Georg Jacobi
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Ihr sucht bei ihm vergebens Rat; In dem Vergangnen lebt das Tüchtige, Verewigt sich in schöner Tat. Und so gewinnt sich das Lebendige Durch Folg' aus Folge neue Kraft; Denn die Gesinnung, die bestän …

Laßt fahren hin das allzu Flüchtige! — Johann Wolfgang von Goethe
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Ach, daß du lebtest! Tausend schwarze Krähen, Die mich umflatterten auf allen Wegen, Entflohen, wenn sich deine Tauben zeigten, Die weißen Tauben deiner Fröhlichkeit. Daß du noch lebtest! Schwer und …

Einer Toten — Detlev von Liliencron
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Ihr Lebendigen, daß wir unter Euch wohnen und weilen dürfen in hellen und dunklen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz …

Gebt Euren Toten Heimrecht, — Walter Flex
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Erinnerung ist.... zu erfahren, daß dein Leben durch eine besondere Begegnung Wandlung in deinem Ich hervorbringt... Erinnerung ist... zu …

Erinnerung — Ute Brenner · Auszug
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Vergangener Tage Gedenk ich gerade Was einst war, gewesen ist. Gelebte Stunden Geleckte Wunden In einer Zeit vor diesem Jetzt.© Katrin Kri …

Gedanken — Katrin Krieger · Auszug
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Zur Erinnerung guter Stunden, Aller Freuden, aller Wunden, Aller Sorgen, aller Schmerzen In zwei tollen Dichterherzen; Noch im letzten Augenblick Laß ich Lenzchen dies zurück.Johann Wolfgang von Goe …

In das Stammbuch — Johann Wolfgang von Goethe
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Möcht' die gleichen Wege gehen wie die Jahre je zuvor. Möchte wieder Zweige schneiden und die vielen Freuden teilen, die mir schenkte die …

Die alten Wege — Otto Reinhards · Auszug
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sind wie gepreßtes Herbstlaub.© Kristiane Allert-Wybranietz (1955 - 2017), deutsche Dichterin und Lyrikerin

Erinnerungen und Grabsteine — Kristiane Allert-Wybranietz · Auszug
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Anhalten will ich für einen Augenblick nur Zurückschauen in die Täler und Weiten gegangener Wege In den verwehten Spuren mich finden Mit d …

Anhalten will ich — Manfred Poisel · Auszug
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Starren Kreuze hier am düstern Uferrand. Aber keine Epitaphe Sagen uns, wer unten schlafe, Kühl im Sand. Still ist's in den weiten Auen. Selbst die Donau ihre blauen Wogen hemmt. Denn sie schlafen h …

Tief im Schatten alter Rüstern, — Albrecht von Wickenburg
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unsere Stühle hochklappen, wenn die Erinnerungen am Boden liegen, ein paar noch auf dem Tisch, wie trockenes Kastanienlaub, werden wir uns …

Aber wenn wir — Kristiane Allert-Wybranietz · Auszug