weisegedanken
Zitate zum Nachdenken

Mai

Kein Monat ist so besungen worden wie der Mai: Er gilt seit jeher als Wonnemonat, in dem die Natur erwacht und mit ihr das Herz. Dichter aller Zeiten haben in ihm das Sinnbild von Aufbruch, Blüte und junger Liebe gefunden, und ungezählte Lieder feiern seine Frische. Zwischen sprießendem Grün und übermütiger Lebenslust bewegen sich die folgenden Zitate. Sie fangen den Zauber jener Wochen ein, in denen alles noch möglich scheint und die Welt wie neu geboren wirkt.

Ausgewählte Zitate

Über Mai

Der Mai gilt seit jeher als der poetischste unter den Monaten – die Zeit des Aufbruchs, der Blüte und der jungen Liebe. Traditionell trägt er den Namen „Wonnemonat“, weil in ihm die Natur nach dem langen Winter zu voller Kraft erwacht. Anders als die großen Lebensthemen ist der Mai ein jahreszeitliches Motiv: eine kleinere, aber feine Sammlung von Versen, die ganz vom Zauber des Frühlings leben.

Die Dichter haben diesen Überschwang in Bilder gefasst. Friedrich Hebbel nannte den Maitag einen „kategorischen Imperativ der Freude“. Friedrich von Logau sah im Mai den Kuss, den der Himmel der Erde gibt, damit sie fruchtbar werde. Ludwig Uhland besang den frischen Maientau, und Joseph Victor von Scheffel bekannte, sich stets aufs Neue an den Wundern des Mais zu erquicken. Auch Otto Julius Bierbaum und die überlieferte Bauernweisheit haben hier ihren Platz.

So spannt sich der Bogen von der barocken Sinnkunst Friedrich von Logaus über die Romantik Ludwig Uhlands bis zu den Naturdichtern des späten 19. Jahrhunderts. Der Leser findet Verse für Frühlingsgrüße, für den ersten Mai und für jene hellen Tage, an denen alles zu blühen beginnt. Es sind wenige, aber ausgesuchte Zeilen – ganz dem heiteren, hoffnungsvollen Charakter der Jahreszeit verpflichtet.