An Edom! Ein Jahrtausend schon und länger Dulden wir uns brüderlich; Du, du duldest, daß ich atme, Daß du rasest, dulde ich. Manchmal nur, in dunkeln Zeiten, …
„Zur Notiz Die Philister, die Beschränkten, Diese geistig Eingeengten, Darf man nie und nimmer necken. Aber weite, kluge Herzen Wissen stets in unsren Scherzen …
„Und seufzte lang und bang, Es rührte sie so sehre Der Sonnenuntergang. »Mein Fräulein! sein Sie munter, Das ist ein altes Stück; Hier vorne geht sie unter Und …
„Die Blumen erreicht der Fuß so leicht, Auch werden zertreten die meisten; Man geht vorbei und tritt entzwei Die blöden wie die dreisten. Die Perlen ruhn in Me …
„Umflattert sie tausendmal, Ihn selber aber, goldig zart, Umflattert der liebende Sonnenstrahl. Jedoch, in wen ist die Rose verliebt? Das wüßt ich gar zu gern. …
„Geh ich im Garten herum. Es flüstern und sprechen die Blumen, Ich aber, ich wandle stumm. Es flüstern und sprechen die Blumen, Und schaun mitleidig mich an: » …
„Der bleiche Heinrich ging vorbei, Schön Hedwig lag am Fenster. Sie sprach halblaut: »Gott steh' mir bei, Der unten schaut bleich wie Gespenster!« Der unten er …
„Über Wald und grünen Wiesen; Goldner Mond, im blauen Himmel, Strahlt herunter, duftig labend. An dem Bache zirpt die Grille, Und es regt sich in dem Wasser, U …
„Und werde sentimental. »Wenn ich ein Vöglein wäre!« Seufz ich vieltausendmal. Wenn ich eine Schwalbe wäre, So flög ich zu dir, mein Kind, Und baute mir mein N …
„Das macht mir Schmerz. Ich schau in alle Blumenkelche, Und such ein Herz. Es duften die Blumen im Abendscheine, Die Nachtigall schlägt. Ich such ein Herz, so …
„Wandeln droben bang und sacht, Daß sie nicht die Erde wecken, Die da schläft im Schoß der Nacht. Horchend stehn die stummen Wälder, Jedes Blatt ein grünes Ohr …
„Siehst du mich lieblich an, Da wird mir so träumend zu Sinne, Daß ich nicht sprechen kann. An deine blauen Augen Gedenk ich allerwärts; – Ein Meer von blauen …
„Auch die Stadt ist noch dieselbe! Und noch immer blöd und kläglich Spiegelt sie sich in der Elbe. Lange Nasen, noch langweilig Werden sie wie sonst geschneuze …
„Mein Sinn ist auch ein bißchen starr und zähe; Wenn selbst der König mir ins Antlitz sähe, Ich würde nicht die Augen niederschlagen. Doch, liebe Mutter, offen …
„geborene v. Geldern II Im tollen Wahn hatt ich dich einst verlassen, Ich wollte gehn die ganze Welt zu Ende, Und wollte sehn, ob ich die Liebe fände, Um liebe …
„Die liebt ich einst alle in Liebeswonne. Ich lieb sie nicht mehr, ich liebe alleine Die Kleine, die Feine, die Reine, die Eine; Sie selber, aller Liebe Bronne …
„Die Freunde, die ich geküßt und geliebt, Die haben das Schlimmste an mir verübt. Mein Herze bricht; doch droben die Sonne, Lachend begrüßt sie den Monat der W …
„Die hat einen andern erwählt; Der andre liebt eine andre, Und hat sich mit dieser vermählt. Das Mädchen heiratet aus Ärger Den ersten besten Mann, Der ihr in …
„Dann geht das Herz mir auf; Dann bin ich reich in meinem Sinn, Ich biet die Welt zu Kauf. Doch wenn ich wieder scheiden muß Aus ihrem Schwanenarm, Dann schwin …
„Als alle Knospen sprangen, Da ist in meinem Herzen Die Liebe aufgegangen. Im wunderschönen Monat Mai, Als alle Vögel sangen, Da hab ich ihr gestanden Mein Seh …
„Zur leuchtenden Sonne hinauf; Es nehmen die Ströme alle Zum leuchtenden Meere den Lauf. Es flattern die Lieder alle Zu meinem leuchtenden Lieb; Nehmt mit mein …
„Wollt es dem andern gestehn; Sie sahen sich an so feindlich, Und wollten vor Liebe vergehn. Sie trennten sich endlich und sahn sich Nur noch zuweilen im Traum …
„Liebe sprach zum Gott der Lieder, Sie verlange Sicherheiten, Ehe sie sich ganz ergebe, Denn es wären schlechte Zeiten. Lachend gab der Gott zur Antwort: »Ja, …
„Ich hatt es längst entdeckt; Doch als du mir's gestanden, Hat es mich tief erschreckt. Ich stieg wohl auf die Berge Und jubelte und sang; Ich ging ans Meer un …
„Uns von des Schicksals Händen sind zerbrochen, Und so zu unsern Füßen hingeschmissen; Und wenn das Herz im Leibe ist zerrissen, Zerrissen, und zerschnitten, u …
„Jede Zeit ist eine Sphinx, die sich in den Abgrund stürzt, sobald man ihr Rätsel gelöst hat.
Heine, Die romantische Schule, 1836. Erstes Buch0 „Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter, sogar die Sonne muß bei uns eine Jacke von Flanell tragen, wenn sie sich nicht erkälten will.
Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua0 „Wie ein guter Dichter liebt die Natur keine schroffen Übergänge.
Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Erster Teil. Die Harzreise. 18240 „Ihr Lächeln, wie ein strahlendes Netz, sie warf es aus und meine Seele verfing sich darin und zappelt in den holden Maschen wie ein Fisch, seit Jahren.
Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VII. Bilder und Farbenstriche0 „Weit impertinenter noch Als durch Worte offenbart sich Durch das Lächeln eines Menschen Seiner Seele tiefste Frechheit.
Heine, Atta Troll. Ein Sommernachtstraum, 1847. Caput VII0 „Die Liebe ist immer eine Art Wahnsinn, mehr oder minder schön.
Heine, H., Aufsätze und Streitschriften. Shakespeares Mädchen und Frauen. Schluß0 „Weil ich dich liebe, wird so bläßlich, So elend mager mein Gesicht – Du fändest mich am Ende häßlich – Ich will dich meiden – zürne nicht.
Heine, H., Gedichte. Aus: Neuer Frühling, 210 „8 Schaff mich nicht ab, wenn auch den Durst Gelöscht der holde Trunk; Behalt mich noch ein Vierteljahr, Dann hab auch ich genung. Kannst du nicht mehr Geliebt …
Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, 1824-1844. Verschiedene. Angelique0 „Ich hab' dich geliebet und liebe dich noch! Und fiele die Welt zusammen, Aus ihren Trümmern stiegen doch Hervor meiner Liebe Flammen.
Heine, H., Gedichte0 „Ei! kennt ihr noch das alte Lied, Das einst so wild die Brust durchglüht, Ihr Saiten dumpf und trübe? Die Engel, die nennen es Himmelsfreud, Die Teufel, die n …
Heine, H., Gedichte. Buch der Lieder, 1827. Junge Leiden. Aus: Traumbild Nr. 80 „In der Jugend ist die Liebe stürmischer, aber nicht so stark, so allmächtig wie später.
Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. V. Frauen, Liebe und Ehe0 „Nach der Erzählung einer edlen Tat, der Ausruf: Größer als alle Pyramiden, als der Himalaya, als alle Wälder und Meere, ist das menschliche Herz – es ist herr …
Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle0 „Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber die Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht.
Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Die Bäder von Lucca. Kapitel 70 „Du fragst mich, Kind, was Liebe ist? Ein Stern in einem Haufen Mist.
Heine, H., Gedichte. Aus: Unstern, 18440 „Wohlan, ich will mich ruhig wie die andern aufs träumerische Polster hinstrecken und meine Geschichte erzählen. Die philosophische Moral, die darin enthalten …
Heine, Der Tee. Humoreske, 18300 „Wir wissen auch, daß ein Glück, das wir der Lüge verdanken, kein wahres Glück ist [...].
Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Zweiter Teil. Die Nordsee. 1826. Dritte Abteilung0 „In uns selbst liegen die Sterne unseres Glücks.
Heine, Memoiren, entstanden 1854/55. Erstdruck: Heinrich Heines Memoiren, hg. von Eduard Engel 18840 „Doch die Existenz der Engel, Die bezweifelte ich nie; Lichtgeschöpfe sonder Mängel, Hier auf Erden wandeln sie.
Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte. Zur Ollea. Aus: Die Engel0 „Die Engel sehen sich alle ähnlich.
Heine, Der Rabbi von Bacherach (alternativ auch: Der Rabbi von Bacharach). Ein Fragment, entstanden 1824/25 und 1840, Erstdruck 1840. Zweites Kapitel0 „Es war im Herbst 1831, ein Jahr nach der Juliusrevolution, als ich zu Paris den Doktor Ludwig Börne wiedersah. Ich besuchte ihn im Gasthof Hôtel de Castille, …
Heine, H., Aufsätze und Streitschriften. Ludwig Börne. Eine Denkschrift. Drittes Buch0