Mutter
ist keines – keins so reich, ist keines – keins so liebevoll, ist keines – keins so weich. Das Herz der andern wird oft kühl und zweifelt oder bangt; des Freundes Herz lähmt Weltgewühl, es prüfet un …
Von allen Herzen auf der Welt — Ludwig Halirsch „Kennst, teure Mutter, du die schöne Fabel, wie stets der Sonnengott zur Mutter fliegt, die jede Nacht in ihrem welken Schoße den wegemüden Sohn in Schlummer wiegt? Muß er doch tagelang die Welt durc …
An die Mutter — Jan Neruda „– Mach auf, mach auf, du greiser Mann! Tu auf die Tür und nimm den Stab, Mußt zeigen mir ein teures Grab! – Ein Fremder spricht's mit strupp'gem Bart, Verbrannt und rauh nach Kriegerart. – Wie heißt …
Beim Totengräber pocht es an: — Johann Nepomuk Vogl „Ich weiß ein altes Wiegenlied, Das hört' ich oft als junger Bub', Wenn ich von Spiel und Springen müd' Das Haupt in Mutters Schoß vergrub. Sie sang es leis, als säng' im Baum Ein schlummertrunknes V …
Das alte Lied — A. de Nora „... Doch nun zu dir, einzige Mutter. Ich bin mit meinen Gedanken so oft bei dir. Ich lerne dich mehr und mehr verstehen. Ich ahne dich. Wenn meine Gedanken bei dir sind, dann ist es, als ob mein kle …
An die Mutter — Paula Modersohn-Becker „Noch eine Freude dir bereitet, Denk an die Hand, die manche Nacht Dein Schmerzenslager dir gebreitet, Des Herzens denk, das einzig wund Und einzig selig deinetwegen, Und dann knie nieder auf den Gru …
Denk an das Aug‘, das überwacht — Annette von Droste-Hülshoff „Liegt das Kind im Bettchen klein: Plötzlich, durch das offne Fenster Schaut der Abendstern herein. Und nach ihm mit beiden Händen Laut aufweinend langt das Kind: "Mutter, Mutter! hol mir diesen Schö …
Leise atmend, halb entschlummert — Hermann von Gilm zu Rosenegg „Still, mein armes Söhnchen, sei still. Weine mich nicht um mein bißchen Verstand. Weißt ja noch nichts vom Vaterland, daß es dein Leben einst haben will. Sollst fürs Vaterland stechen und schießen, …
Wiegenlied — Erich Mühsam „Naht dein Lebensende? Dies liegt in Gottes Hände. Du bist so schmal und schwach, behutsam und bedacht streichle ich dein Gesicht und deine …
Leid — Karin Obendorfer · Auszug „So gern hätt ich ein schönes Lied gemacht von deiner Liebe, deiner treuen Weise; die Gabe, die für andre immer wacht, hätt ich so gern geweckt zu deinem Preise. Doch wie ich auch gesonnen mehr und m …
An meine Mutter — Annette von Droste-Hülshoff „"Mutter hat immer nur Arbeit und Plag', kennt keine Ruhe bei Nacht und bei Tag. Heut' ging sie fort! Darum helft alle drei: Heut' kochen w …
Für Mutter… — Unbekannt · Auszug „Und in nie gefühlter Lust Leg' ich still zum erstenmale Meinen Knaben an die Brust. Nimm mich ganz, geliebter Knabe! Trink mein Leben, trink mein Blut, Trink meiner Seele Feuer Meines Herzens reine …
Andachtsvoll, mit feuchten Augen — Mia Holm „Liegst schon lang im Grabe kalt ich denk' auch nach fünfzig Jahren, an Dich, Mutter. Täglich bald. Konnt’ Dein Bild so lang mir wahren. No …
Mutter — Horst Fleitmann · Auszug „Wenn du noch eine Mutter hast – dann faß nach diesem Glück mit beiden Händen. Schenke ihr all deine Liebe, die du vermagst – das Glück wir …
Mutter — Karin Obendorfer · Auszug „Doch mit Mutterfreuden – Da ich noch ein Knäblein war, Vieles mußte leiden, Stets mich doch mit Sorg gepflegt Und mit Angst und Mühe, Und mich oft noch huldreich trägt: Siehe, wie ich blühe. Und ein …
Die mich einst mit Schmerz gebar, — Novalis „Spinn noch dies schöne alte Märchen fort und teil mit uns, was du uns ja gegeben. Es ist so traut im alten Lehnstuhl dort, wenn ich die Hände leg' in deine Hände, wenn sich dein Herz auf alte Zeiten …
Das Leben ach! – O Mutter, bleib am Leben! — Karl Stieler „Mein liebes Mütterlein war verreist, Und kehrte nicht heim, und lag in der Grube: Da war ich allein und recht verwaist, Und traurig trat ich in ihre Stube. Ihr Schrank stand offen, ich fand ihn noch …
Der offene Schrank — Nikolaus Lenau „geborene v. Geldern II Im tollen Wahn hatt ich dich einst verlassen, Ich wollte gehn die ganze Welt zu Ende, Und wollte sehn, ob ich die Liebe fände, Um liebevoll die Liebe zu umfassen. Die Liebe su …
An meine Mutter B. Heine, — Heinrich Heine „für die Lieb', die uns gehört, danke, Mutter, für das Geben, für dein Sein auf dieser Erd'. Könnten wir dich ewig halten, immerzu auf dies …
Danke, Mutter, für das Leben, — Unbekannt · Auszug „Ach, wär ich ein Vöglein, ich wüßt, was ich tät: Ich lernte mir Lieder von morgens bis spät. Dann setzt ich mich dort, wo lieb Mütterlein wär, und säng ihr die Lieder der Reihe nach her. Und wär ich …
An meine Mutter — Robert Reinick „Ich hab gefehlt, und du hast es getragen, so manches Mal und, ach, so lang, so schwer. Wie das mich nun bedrückt, kann ich nicht sagen; o komm noch einmal, einmal zu mir her! Du starbst ja nicht; du …
An die Mutter — Karl May „Wer öffnet leise Schloß und Tür? Wer schleicht ins Haus hinein? Es ist der Sohn, der wiederkehrt Zum tauben Mütterlein. Er tritt hinein! Sie hört ihn nicht, Sie saß am Herd und spann. Da tritt er gr …
Das taube Mütterlein — Friedrich Halm „Man trägt einen Sarg die Straße entlang, Zum Friedhofe führt der bittere Gang; Und hinter der schwarzen Träger Schaar Da wandert ein bleiches Mädchenpaar. Es ist die Schwester, die liebende Braut Vo …
Wer nie vergisst — Franz Arnold Cöllen „was immer auch geschehen mag. Vergessen kann ich Mutter nicht mit ihrem Lachen im Gesicht. Die großen Augen, frisches Haar, gelebt, gelieb …
An Mutter denk ich jeden Tag, — Unbekannt · Auszug „Eine Mutter hilft ohne viel Worte. Eine Mutter versteht ohne viel Worte. Eine Mutter geht ohne viel Worte und hinterlässt eine Leere, die …
Eine Mutter liebt ohne viel Worte. — Nachruf · Auszug „Ach! wer senkte diese Regung, Diese flutende Bewegung, Diese Wonne, diesen Schmerz, Süß und schauervoll in dich: Gott, der Herzensbilder, Sprach zur roten Flut In den Adern: Milder Fließe, still und …
Mutterherz, o Mutterherz! — Christian Friedrich Daniel Schubart „Wenn du nur frisch und fröhlich bist, gleich sind wir's alle auch, und uns umweht's zu jeder Frist wie milder Frühlingshauch. Du bist die Sonn' in unserm Haus; strahlst da nur wolkenfrei, so blüht i …
An die Hausmutter — Friedrich Adolf Krummacher „Weil tief ich fühle, daß in Himmeln dort Die Engel, wenn sie Liebe-Worte nennen, Kein heilig-heißer und kein inniger Wort Als "Mutter" zueinander flüstern können, Drum gab ich diesen liebsten Namen …
An meine Mutter — Edgar Allan Poe „Meine Mutter hat's gewollt, Den andern ich nehmen sollt; Was ich zuvor besessen, Mein Herz sollt es vergessen; Das hat es nicht gewollt. Meine Mutter klag ich an, Sie hat nicht wohlgetan; Was sonst …
Elisabeth — Theodor Storm „Du warst allein, ich sah durchs Schlüsselloch den matten Schein der Lampe noch. Was stand ich nur und trat nicht ein? Und brannte doch, und war mir doch, es müßte sein, daß ich noch einmal deine Sti …
Meiner Mutter — Gustav Falke „wenn ich einmal nicht mehr bin, setzt dich zu den bäumen hin, sie erzählen dir von mir, es ist, als wär ich wieder hier, wenn ich einmal n …
Für mein Kind — Hanka Lindstaedt · Auszug „Ich weiß es sehr. Zu mir kam ein Engel, das ist schon lange her. Sie begrüsste mich mit offenen Armen, als würden wir uns schon ewig kenne …
Wie sehen Engel aus? — Unbekannt · Auszug „An irgendeinem Abend gebar ich dich hinein in winzige Kissen – möchte dich seitdem ewiglich umschlingen Halte mich! schleudere ich dir ent …
Ich als Mutter — Unbekannt · Auszug „…mir ist so kalt, kommst du bald? Lass mich hier nicht liegen, du wirst mich doch noch lieben? …ich hab dich doch immer gespürt, mit deine …
Mama… — Unbekannt · Auszug „Das, was das Haus glücklicher die Liebe stärker, die Geduld größer, die Hände geschäftiger, die Nächte kürzer, die Tage länger und die Zuk …
Was ist ein Kind? — Unbekannt · Auszug