Engel
Der Engel ist eine der beweglichsten Gestalten der Dichtung: Bote des Himmels, Sinnbild des Schutzes, zärtliche Anrede an einen geliebten Menschen. Bei Heine und Novalis schwebt er zwischen Frömmigkeit und Poesie, bei anderen wird er zum irdischen Wesen, das uns unerkannt begegnet. So bündeln diese Zitate den Wunsch nach Behütung ebenso wie die Ahnung, dass das Gute manchmal ein Gesicht annimmt. Man muss nicht gläubig sein, um sich von ihren Bildern berühren zu lassen.
Über Engel
Engel sind Sinnbilder des Schützenden und Reinen – Gestalten zwischen Himmel und Erde, die seit Jahrhunderten Trost, Hoffnung und Nähe verkörpern. Ihren Ursprung hat der Begriff im griechischen „angelos", dem Boten: Engel überbringen, verbinden, begleiten. Im deutschen Sprachgebrauch reicht ihre Bedeutung weit über die Religion hinaus. Ein Engel kann ein himmlisches Wesen sein, aber ebenso ein geliebter Mensch, der behütet und beschützt – ein Bild für das Gute, das über uns wacht.
In Dichtung und Glauben ist das Motiv reich entfaltet. Martin Luther verankerte den Schutzengel im christlichen Bewusstsein, die Romantik – etwa bei Novalis – erhob den Engel zum Zeichen des Übergangs und der Erlösung. Heinrich Heine bekannte sich mit feiner Ironie und zugleich echtem Ernst zur Existenz der Engel als „Lichtgeschöpfe", während Friedrich Gottlieb Klopstock und Christoph August Tiedge ihnen erhabene Töne gaben. So changiert das Bild zwischen frommer Zuversicht, poetischer Verklärung und dem tröstlichen Gedanken, nicht allein zu sein.
Auf dieser Seite finden Sie Zitate, Sprüche und Gedichte über Engel – von der Reformation über die Romantik bis in die Moderne. Die Sammlung eignet sich für Anlässe des Trostes und des Segens ebenso wie für stille Betrachtung. Jedes Zitat ist seinem Urheber zugeordnet, viele mit einer kurzen Deutung. So wird spürbar, warum das Bild des Engels bis heute eine der tröstlichsten Vorstellungen geblieben ist, die Menschen einander schenken.