weisegedanken
Thema

Liebe

Über kein Gefühl ist mehr geschrieben worden als über die Liebe – und doch entzieht sie sich jeder endgültigen Bestimmung. Goethe und Shakespeare besangen ihr Glück wie ihren Schmerz, Rilke suchte in ihr die Reife zweier Einsamkeiten, Stendhal beschrieb nüchtern ihre süße Verwirrung. Von der ersten Verliebtheit bis zur lebenslangen Treue, vom Rausch bis zur stillen Zärtlichkeit reichen die folgenden Zitate. Sie zeigen die Liebe in all ihren Gestalten – als das große Rätsel, das uns immer neu beschäftigt.

345 Zitate 55 Gedichte
Drei Wege ins Thema

Über Liebe

„Liebe" ist wohl das größte und vieldeutigste Wort der Dichtung. Es umfasst die leidenschaftliche Zuneigung zwischen Liebenden ebenso wie die vertraute Freundesliebe, die selbstlose Nächstenliebe und die elterliche Fürsorge. In ihr treffen Verlangen und Hingabe, Glück und Schmerz, Freiheit und Bindung aufeinander. Gerade weil sie so viele Gestalten annimmt, bleibt die Liebe das Thema, an dem sich Denker aller Zeiten immer neu versucht haben.

Keine Sammlung zeigt das deutlicher als diese: Mit Abstand am häufigsten spricht hier Johann Wolfgang von Goethe, für den die Liebe zur höchsten Form der Freiheit im Gebundensein wird. William Shakespeare und Friedrich von Schiller gaben ihr dramatische Größe, Friedrich Hebbel und Friedrich Nietzsche prüften ihre Widersprüche, und Rainer Maria Rilke fand für sie eine zarte, moderne Sprache. Der Romancier Honoré de Balzac beobachtete ihre gesellschaftlichen Verwicklungen, während Blaise Pascal auf die eigene Vernunft des Herzens verwies.

Von der Antike bis zur Moderne reicht das Gespräch über die Liebe, das Sie hier nachlesen können. Die Zitate feiern und hinterfragen sie zugleich — sie taugen als Worte für Hochzeit und Liebeserklärung ebenso wie zum stillen Nachdenken über das, was Menschen im Innersten verbindet. So wird die Liebe hier nicht auf eine Formel gebracht, sondern in ihrer ganzen Fülle hörbar.

Bekannte Stimmen zu Liebe

Häufige Fragen zu Liebe

Was ist Liebe?
Liebe ist die tiefe Zuneigung, die einen Menschen mit dem anderen verbindet — mehr als ein Gefühl, eher eine Haltung des Zugewandtseins. Sie umfasst Verlangen und Fürsorge, Leidenschaft und Hingabe. In ihren vielen Formen, von der Freundesliebe bis zur elterlichen, gilt sie seit jeher als eine der größten Mächte des Lebens.
Welche Arten der Liebe gibt es?
Man unterscheidet gewöhnlich mehrere Formen: die leidenschaftliche Liebe zwischen Liebenden (Eros), die vertraute Freundesliebe, die selbstlose Nächstenliebe sowie die elterliche und familiäre Liebe. Schon in der Antike wurden diese Arten sorgfältig getrennt. Viele Zitate dieser Sammlung spielen mit dem Übergang und der Spannung zwischen ihnen.
Was sagt Goethe über die Liebe?
Bei Johann Wolfgang von Goethe, dem meistzitierten Autor dieses Themas, erscheint die Liebe als höchste Form der Freiheit im Gebundensein. So heißt es: „Freiwillige Abhängigkeit ist der schönste Zustand, und wie wäre der möglich ohne Liebe!" Sich freiwillig zu binden, wird bei ihm zum Gipfel des Glücks.
Welche Liebeszitate eignen sich für eine Hochzeit?
Für Hochzeit und Liebeserklärung eignen sich vor allem Zeilen, die Treue, Hingabe und das Einssein zweier Menschen feiern — etwa der Gedanke, dass Liebenden, die einig sind, keine Schwierigkeit zum Hindernis wird. Klassiker von Goethe, Schiller oder Rilke verleihen solchen Anlässen zeitlose, sprachlich schöne Worte.
Was ist der Unterschied zwischen Liebe und Verliebtheit?
Verliebtheit ist ein rauschhafter, oft flüchtiger Zustand — ein Aufflammen der Leidenschaft, das die Sinne überwältigt. Liebe dagegen ist beständiger: Sie kennt den anderen, hält auch Mühe und Alltag stand und wächst mit der Zeit. Viele Denker sahen in der Dauer und Treue das eigentliche Wesen der Liebe.